Embedded Linux für Schnellstart von Firefox und Skype

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Der Motherboard-Hersteller Asus hat mit dem ‘P5E3 Deluxe’ ein Mainboard vorgestellt, das mit ‘Express Gate’ über eine Funktion für einen schnellen Einstieg in das Internet verfügt.

Möglich wird dies durch das ‘Splashtop-‘System des US-Start-ups DeviceVM. Das Asus-Motherboard verfügt über Embedded Linux, das alternativ zum Betriebssystem gestartet werden kann. Gleich nach dem Einschalten des Rechners hat der Nutzer die Wahl, ob er das Betriebssystem starten oder auf Express Gate zugreifen möchte.

Wählt der Benutzer die zweite Option, so steht in kürzester Zeit die Linux-Umgebung zur Verfügung. Neben dem Surfen im Web und Telefonieren via Skype ist der Anwender in der Splashtop-Umgebung relativ eingeschränkt – weder können Dateien abgespeichert noch von der lokalen Festplatte geöffnet werden.

Allerdings verfügt der Browser über Adobes Linux-Flash-Plugin, wodurch kaum Hürden beim Surfen entstehen dürften. Favoriten können ebenfalls angelegt werden und stehen auch beim nächsten Start zur Verfügung, sofern kein Reset von Express Gate ausgeführt wird. Über Updates sollen künftig jedoch weitere Programme in das Mini-Betriebssystem integriert werden.

Neben dem schnellen Start des Systems wird auch die Sicherheit beim Surfen als Argument angeführt. Da es sich beim Splashtop-System um eine virtuelle Maschine handelt, die lediglich den RAM-Speicher beansprucht, könnten keine Daten auf den Rechner gelangen, die beim Abschalten nicht wieder gelöscht werden. Zudem benötige der Rechner mit Splashtop im Betrieb kaum Energie.

Einen Einblick in die Funktionsweise von Express Gate gibt ein Video auf der Plattform YouTube. Auf der Homepage des Herstellers ist zu erfahren, dass Splashtop im Laufe des Oktobers starten soll.

Die Hauptplatine des Asus-P5E3-Mainboard basiert auf dem Intel-X38-Chipsatz. Das Mainboard nimmt DDR3-Hauptspeicher mit 1800 Megahertz Taktfrequenz auf und enthält zwei PCI-Express-2.0-Steckplätze.

Zudem verfügt das Produkt nach Angaben des Herstellers über eine ‘Energy Processing Unit’. Der Stromverbrauch der CPU werde damit um bis zu 58 Prozent reduziert, wenn der Rechner nur Anwendungen von geringer Intensität ausführt. Des Weiteren ist eine 802.11n-WLAN-Netzwerkkarte integriert. Die Hauptplatine wird für 360 Dollar erhältlich sein.