Spin-off aus IBM-Labor könnte IceCube reanimieren

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Eines der renommierten IBM-Labors, das Almaden Research Center, plant augenscheinlich einen Spin-off.

Die Firma Seval Systems Inc. hat ihren Sitz im Silicon Valley und ihr CTO und geschäftsführender CEO heißt Winfried Wilcke, der zuvor Program Director im Labor war. 

Dieser sagte gegenüber dem Branchenmagazin Light Reading, dass sich Seval mit Technik wie IBMs ‘Ice Cube’ beschäftige. Das ist eine Speichertechnik, mit der größere und komplexe Datenmengen besser gespeichert werden können. Dabei werden modulare Speichereinheiten gebildet, die wiederum in einem Speicher-Cube Platz finden sollen. Sehr große Speicherkapazitäten können so mit kleinen, kostengünstigen Einheiten aus Prozessoren, Festplatten und hochwertiger Netzwerktechnik zusammengebaut werden, ohne dass die gewohnte Speicherfunktionalität verloren geht. Sie soll sich vor allem für das Vorhalten von Video over IP eignen.

Das IBM-Projekt war im Jahr 2003 erstmals als Prototyp und seither war es still um die Methode. Und auch wenn Gründer und CEO Wilcke zu keiner weiteren Äußerung zu dem Spin-off bereit war, schlugen die Gerüchte doch hohe Wellen im Valley. Schließlich würde eine kommerzielle Einheit zur anwendungsgerechten Produktion, Entwicklung und Vermarktung der Technik durchaus Sinn machen. Sie ist auch heute noch interessant. Und für eines der insgesamt acht Labors von IBM wäre dies eine Business-Chance. In Almaden werden magnetische und optische Techniken für Speicher, Computing-Technik, Materialtechnik und Anwendungen erforscht.