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Angeblich ist es bei den Abstimmungen der einzelnen Nationen zu erheblichen Unregelmäßigkeiten gekommen.

Die Organisation Free Software Foundation Europe (FSFE) will nun eine eingehende Untersuchung des Abstimmungsverhaltens zur Wahl von Office Open XML (OOXML) als internationalen Standard der einzelnen Gruppen einleiten.

Laut einer Mitteilung sei die FSFE in den Prozess der durch die International Organization for Standardization (ISO) vorgegeben wird, sehr stark involviert gewesen. Dabei habe es in den einzelnen nationalen Standardisierungsgremien “gravierende Unreglmäßigkeiten” gegeben.

So seien beispielsweise bestimmte Gruppen von der Wahl ausgeschlossen worden. Auch konnte die FSFE in einigen Fällen Interessenskonflikte bei den Abstimmungsberechtigten feststellen. Des Weiteren seien beispielsweise Einwände gegen die Rechtssicherheit von Microsofts ‘Open Specification Promise’ nicht zur Kenntnis genommen worden.

Nun habe die Swiss Internet User Group zusammen mit der FSFE bei der ISO formale Einwände eingelegt. Bei der Abstimmung Anfang September wurde der Microsoft-Vorschlag als Fast Track abgelehnt. Damit ist das Schnellverfahren für Microsoft nun keine Möglichkeit mehr. Dennoch könne, nachdem die Änderungsvorschläge der einzelnen Gremien in den Standard eingeflossen sind, erneut abgestimmt werden. Falls der formale Einwand der beiden Gruppen keine Folgen auf das Abstimmungsergebnis haben sollte, behalte sich die FSFE weitere rechtliche Schritte gegen ISO vor, wie das Portal Groklaw berichtet.  

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