GPL zeigt Zähne und Monsoon klappert

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Monsoon Multimedia wolle sich künftig an die Lizenzvorgaben der GPL Version 2 halten, teilte das Unternehmen mit.

So hat der Hersteller Linux sowie andere quelloffene Software in Produkten verwendet, ohne die Veränderungen wieder zu veröffentlichen. Das Software Freedom Law Center hatte kurz zuvor wegen der Verletzung der GPL angeklagt. Mit diesem Schritt versucht der Hersteller nun offenbar, eine Gerichtsverhandlung zu umgehen.

Die Organisation, die Open-Source-Software und Entwickern rechtlich beisteht, erklärte, dass Monsoon die GPL verletze, weil es den Source Code für einen Internet-Videorekorder nicht verfügbar machte.

Betroffen davon sei das Projekt BusyBox, das aus verschiedenen Unix-Komponenten besteht und in so genannten Embedded-Systemen verwendet wird. Nun wolle das Unternehmen in den nächsten Wochen den Code auf den eigenen Seiten verfügbar machen und hofft damit, den Fall schnell aus der Welt schaffen zu können.

Dieser Fall wäre für die USA eine Art Präzedenzfall und wurde daher von der Software-Industrie entsprechend genau beobachtet. Eine Gerichtsverhandlung wäre sozusagen der Prüfstein gewesen, ob sich Lizenzbedingungen der GPL auch vor Gericht durchsetzen lassen. In Deutschland konnte der Open-Source-Aktivist Harald Welte bereits gegenüber den Hersteller Fortinet die Ansprüche von Open Source erfolgreich durchsetzen.

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