Mission Possible: Gratis-Tools für Administratoren

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Ein Netzwerkadministrator der Weber State University in Ogden, Utah, hat sich die Mühe gemacht, für Business brauchbare Gratis-Werkzeuge zu untersuchen und in einem Blog zusammenzustellen. Offenbar erfüllt er eine Mission für Open Source.

“Ähnlich wie bei der unsichtbaren Hand des Kapitalismus gibt es eine unsichtbare Hand der Open Source Software. Die Idee dahinter ist, dass, wenn jedes Individuum für sein eigenes Wohl arbeitet (Bugs bekämpfen, neue Features einfügen), wird es der ganzen Gemeinschaft dienen”, so die Philosophie von Tristan Rhodes, Netzwerk-Admin an der Universität in Ogden. “Ich bin ein Verfechter der Open Source Software und ein Netzwerk-Ingenieur, der Werkzeuge braucht.”

Deshalb hatte er verschiedene Werkzeuge – vom einfachen Tool bis zum komplexen Toolset für verschiedene Business-Aufgaben – in seinem Blog vorgestellt, die in der Anschaffung nichts kosten und den Zweck kostspieliger proprietärer Software erfüllen sollen. Dazu gehört beispielsweise FastSCP, ein Tool, mit dem in virtualisierten Umgebungen File Management vorgenommen werden kann. Nutzer von VMwares ESX Servern sollen damit schnell und einfach Files von ESX in Windows-Server-Umgebungen transferieren können, ohne den ESX erst herunterfahren zu müssen. Neukonfigurationen, die je nach Umgebung ziemlich aufwändig sein können, sollen ebenfalls unnötig sein.

Rhodes empfahl in seinem Blog auch Leaf, einen Open Source Client, der die Funktionen eines Skype-Clients und weitere Plattformfunktionen erfüllen soll. Etwas tiefer in die Technik ginge der Einsatz von NetCPS, einem Messwerkzeug für TCP/IP-Netze, für Hubs, Switches und Router, das sich bereits in den USA in verschiedenen Unternehmen bewährt haben soll.

Der Uni-Admin ist demnach begeisterter Nutzer von NTOP. Das Werkzeug für die Analyse und Überwachung von Netzwerkverkehr und die Früherkennung von auftauchenden Problemen steht ebenfalls zum Gratis-Download zur Verfügung. Das Werkzeug PacketFence soll Network Access Control (NAC) auf hohem Niveau bringen: Isolierungstechniken ermöglichen dem Admin, das auf Fedora oder Red Hat, beziehungsweise als virtuelle Anwendung installierten Tool zu verwenden, um den Verkehr zu kontrollieren und unerwünschte Aktivitäten auszugrenzen. Rhodes setzt dieses Tool gegen Hacker im Uni-Netzwerk ein. 

Und schließlich kann er sich auf Ziptie verlassen, schrieb Rhodes. Mit der Client-seitigen Anwendung, die auf Windows und Linux läuft, können viele verschiedene Aufgaben der Netzwerkkonfiguration transparent gemacht und verwaltet werden.