Bildergalerie: Die untote Patent-Debatte

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Eine der größten Gefahren für Open Source lässt sich schlicht unter dem Kürzel FUD subsumieren.

Das steht für Fear, Uncertainity and Doubt. Ein FUD-Phänomen tritt beispielsweise dann auf, wenn Microsoft-Chef Steve Ballmer erklärt, dass Linux über 250 Microsoft-Patente verletzte, ohne konkret zu erklären, welche.

Nun gibt es aber Männer wie Jerry Rosenthal, CEO von Open Invention Network, die dem entgegnen: “Wo ist das Fleisch an dieser Aussage?” Microsoft hätte bislang keinen einzigen Fall spezifiziert und das habe seine Ursache darin, dass Microsoft gar keine spezifischen Aussagen machen könne.

“Microsoft verbreitet Angst, aber der Fakt ist wohl, dass Microsoft selbst noch viel mehr Angst hat”, so Rosenthal, der seit über 40 Jahren in der Branche tätig ist. Damit Redmond auch weiterhin etwas zum Fürchten hat, kauft Rosenthal mit Geldern von IBM, Red Hat, NEC, Philips, Novell und Sony Patente auf, die auf dem freien Markt sind. Die genannten Unternehmen investieren hier nicht nur, sondern haben auch einen Vertrag unterzeichnet, in dem sie erklären, ihr eigenes Patent-Portfolio nicht gegen Linux zu verwenden. Die Patente im ‘Surrogat’-Pool, die Rosenthal gekauft hat, dürfen von der Allgemeinheit verwendet werden.

Dabei achte er weniger darauf, dass es Patente sind, die von der Open Souce Community dringend benötigt werden, sondern hauptsächlich von deren ‘Feinden’, das sind etwa Bereiche bei Mobile, Games, Netzwerk oder auch Imaging.

“Sollte, was bisher zum Glück noch nicht der Fall war, ein Unternehmen ein Linux-Projekt wegen Patentverletzung verklagen, haben wir etwas dagegen in der Hand”, erklärte Rosenthal auf der Podiumsdiskussion ‘How IP-Related Issuses Affect Linux/Open Source’.

Damit bietet das OIN ein gewisses Maß an Sicherheit für eine Technologie, die ansonsten nur wenige Werkzeuge hat, um sich zu verteidigen. Wichtigste Motivation hinter diesem Projekt dürfte aber die Schaffung eines Sicherheitsgefühls bei Anwendern und vor allem bei freien Entwicklern sein. Schließlich haben Unternehmen wie IBM, aber vor allem Red Hat ein vitales Interesse daran, dass eine gewisse Zahl an fähigen Programmierern ihre Zeit in die Behebung eines technischen Problems investiert.

 

 

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