Nokia: Milliardenklage aus Deutschland

Management

Der finnische Handy-Hersteller Nokia kommt derzeit nicht aus den Schlagzeilen heraus.

Nun droht ein Unternehmen aus Pullach bei München dem Konzern. IP-Com ist ein Rechteverwerter und steht seit geraumer Zeit in Verhandlungen mit Nokia. Diese sind offenbar gescheitert. Denn Anfang Januar hat das bayerische Unternehmen beim Landgericht Mannheim Klage eingereicht.

Zur Verhandlung stehen acht Patente, die IP-Com aus München besitzt. Die Verwendung dieser Patente will der Rechteverwerter Nokia jetzt untersagen lassen. Der Streitwert liege etwa bei 12 Milliarden Euro. Die Forderungen von IP-Com könnten den Hersteller jedoch noch härter treffen, denn sie würden in einigen Ländern einen Verkaufsstopp von Nokia-Produkten bedeuten.

Nokia setzt sich gegen die Forderungen IP-Com zur Wehr. Teile der Patente seien ungültig und man werde sich gegen die Anschuldigungen zur Wehr setzen, wie eine Konzernsprecherin erklärte. Die Patente stammen aus dem Portfolio der Robert Bosch GmbH. 2006 hatte IP-Com diese Rechte aufgekauft. Nun soll sich dieses Investment für IP-Com rechnen und das Unternehmen will die Lizenzgebühren einklagen.

Hinter IP-Com steht Fortress, ein Private-Equity-Fonds, der rund 40 Milliarden Dollar schwer ist. Fortress hält 50 Prozent an IP-Com. Erringt IP-Com gegen Nokia einen Sieg, dann können sich die Fortress-Anleger über dicke Gewinne freuen.

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