Das russische Galileo kämpft mit Problemen

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Das russische Pendant zu GPS und Galileo ist offenbar weit hinter dem Zeitplan zurück.

So berichten russische Medien, dass die Regierung zum ersten Mal öffentlich massive Verzögerungen bei der Errichtung von GLONASS eingesteht. Schon im April 2007 hatte ein wissenschaftlicher Berater des Kreml von Schwierigkeiten berichtet.

Für Russland ist das Projekt von hohem Prestigewert. Der stellvertretende Regierungschef Sergej Iwanow erklärte vor einigen Wochen, dass das Satellitennavigationssystem GLONASS ebenso wichtig für Russland sei wie Atomwaffen und Energiereserven.

Allerdings bezweifeln Experten, dass Russland die ehrgeizigen Ziele erreichen wird und schließen auch ein Scheitern des Projektes nicht völlig aus. Bis 2008, so sieht es der Plan von Wladimir Putin vor, sollen insgesamt 18 Satelliten im Orbit sein, so dass GLONASS zumindest Russland abdecken könnte.

Bislang sind aber erst 16 Satelliten auf einer Umlaufbahn und davon sind drei derzeit nicht einsatzbereit. Außerdem fehlen für eine zivile Nutzung nach wie vor die Endgeräte. Aber auch wenn es die gäbe, wäre es derzeit unmöglich, damit in Russland die Position zu bestimmen, wie eine russische Tageszeitung kommentiert.

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