Ciscos erster komplett virtualisierender Switch

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Cisco will das Rechenzentrum (RZ) der Zukunft mit Virtual Switches bestücken.

Mit ‘Nexus’ bringt Cisco Systems in dieser Woche eine Reihe von Switches auf den Markt, die der Umgebung gegenüber agnostisch sein sollen.

Dies sei die erste Komponente für Ciscos ‘Data Center 3.0’-Architektur, die erst noch folgen muss. Der Switch virtualisiert und ist damit der erste seiner Größe und Klasse, der diese fortgeschrittene Technik im Netzwerkbereich einführt. Wie die Informationweek unter Berufung auf gut informierte US-Kreise berichtete, werde Nexus der Nachfolger der Catalyst-6500-Reihe sein und damit eines der bisher erfolgreichsten Produkte des kalifornischen Marktführers ablösen.

Das Gerät soll als Chassis dieselben Formfaktoren mitbringen wie der Catalyst. Anders als der Vorgänger, der von Firewall-Aufgaben über Load-Balancing sowie Switching- und Routing-Aufgaben für viele Aufgaben ausgerüstet werden kann, soll der Nexus sich auf eine Aufgabe beschränken. Nexus ist ein reiner Virtualisierungs-Switch für große Umgebungen, also Enterprise-Klasse, hieß es in dem Bericht.

Dahinter soll Ciscos Vision von einer Umgebung stehen, in der mehr und mehr Aufgaben aus dem Serverbereich in den Netzwerkbereich wandern sollen. Der Nexus soll sich mit Basisfunktionen in diese Richtung bewegen und erste Schritte zeigen: Er virtualisiert demnach Network Interface Cards, Host Bus Adapter und die Kabelverbindungen zwischen Servern, Netzwerk und Storage, hieß es in dem Vorabbericht. Hier wurden auch erste, vage Vergleiche gezogen zwischen den noch nicht angekündigten Funktionen von Nexus und den bereits veröffentlichten Funktionen des ‘DCX Backbone’, das der Konkurrent Brocade vergangene Woche angekündigt hatte.