Österreich ermittelt gegen Siemens

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Die österreichische Staatsanwaltschaft hat in der Schmiergeldaffäre Ermittlungen gegen Siemens Österreich aufgenommen.

Wie ein Sprecher der Behörde in Wien mitteilte, stünde die Behörde mit der Arbeit noch ganz am Anfang. Ob die Ermittlungen mit der Aussage des Siemens-Finanzvorstandes Joe Kaeser in Verbindung standen, wurde nicht bekannt.

Kaeser hatte bei der Hauptversammlung in München vergangene Woche zum ersten Mal die zweifelhaften Zahlungen nach Ländern aufgeschlüsselt. Insgesamt sind es 1,3 Milliarden Euro, die bei Siemens ohne erkennbare Gegenleistung abgerechnet wurden.

Dabei hatte Kaeser 258 Millionen Euro genannt, die in Auslandsniederlassungen des Konzerns aufgetaucht waren. In dieser Summe war Österreich mit  60 Millionen Euro als größter Posten vertreten. 10 Millionen Euro stammten dabei aus der Übernahme der VAI.

Brigitte Ederer, die Österreichchefin von Siemens, hatte bislang erklärt, dass Siemens Österreich nicht an dem System der schwarzen Kassen beteiligt gewesen sei. Vor einigen Monaten jedoch ist der österreichische Finanzvorstand überraschende ausgeschieden.

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