Sperrstunde für BlackBerrys verordnet

Management

Die Angestellten des kanadischen Einwanderungsministeriums werden künftig am Arbeitsplatz weniger Stress haben.

Das zumindest ist das erklärte Ziel einer Aktion des Staatsekretärs Richard Fadden. In einer E-Mail an alle Mitarbeiter hat er angeordnet, dass die gerade in Kanada sehr weit verbreiteten Smartphones mit Pushmail-Funktion zwischen 19 und 7 Uhr sowie an den Wochenenden und während des Urlaubs auszuschalten seien.

Fadden hofft, auch mit weiteren Regeln die Arbeitsqualität der Mitarbeiter weiter steigern zu können. Besprechungen dürfen künftig nicht mehr über die Mittagszeit angesetzt werden und müssen pünktlich starten und enden. Außerdem dürfen auch hier keine Mails über den mobilen BlackBerry-Client mehr empfangen werden, wie die Zeitung Ottawa Citizen berichtet.

Kritiker Faddens finden diese Regeln schlicht ‘doof’ und meinen, Probleme wie Stress oder Überforderung würden damit nicht wirklich gelöst. Fadden hingegen wünscht sich eine ausgeglichene Work-Life-Balance, die nicht nur den Mitarbeitern, sondern auch dem Ministerium nutze.

Inzwischen existieren auch erste Studien, die sich mit dem Thema Technostress beschäftigen. Demnach können Technologien, die eigentlich die Produktivität am Arbeitsplatz erhöhen sollen, auch dazu führen, dass die Menschen durch Überforderung – etwa durch verschiedene gleichzeitig aktive Kommunikationskanäle – weniger leisten, als ohne diese Technologien.

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