Kriminelle stürzen sich auf Leck im Internet Explorer

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Noch sind es offenbar nur wenige Kriminelle, die ein Leck der Software ActiveX im Internet Explorer aktiv ausnutzen.

So hat der Sicherheitsdienstleister Symantec bislang nur eine Hand voll Webseiten identifizieren können, die über das Leck Schad-Software auf die Systeme laden. Vor wenigen Tagen wurde ein Fehler in Anwendungen wie Facebook oder MySpace bekannt. Über die ActiveX-Steuerung von Aurigma Technologies lasse sich beim Hochladen der Bilder der Browser kapern, so dass Kontrolle über das gesamte System erlangt werden kann.

Schon bei der Entdeckung befürchteten Experten, dass Hacker schnell auf diesen Zug aufspringen könnten, um Schadsoftware zu verbreiten.

Nun scheinen diese Befürchtungen Wirklichkeit geworden zu sein. Denn mit den aktiven Seiten ist ein Proof-of-Concept erbracht. Vermutlich werde derzeit bereits daran gearbeitet, Support für dieses Leck in verschiedene Hacker-Tools zu integrieren.

Ein zweiter Fehler in ActiveX, der die Jukebox von Yahoo verwundbar macht, und der ebenfalls von Symantec-Forschern entdeckt wurde, scheint hingegen noch nicht von Hackern aktiv ausgenutzt werden zu können.

Damit ist die Gefährdungslage für den Internet Explorer sehr hoch. US-CERT hat daher eine Empfehlung veröffentlicht, beim Browsen im Netz ActiveX-Steuerungen zu deaktivieren. Vom SANS Internet Storm Center gibt es eine Freeware, über die sich diese Steuerungen deaktivieren lassen. Auch der Hersteller Microsoft erklärt, wie man diese Steuerungen ausschalten kann.

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