Anti-Virus-Firmen entwickeln Standardtests

EnterpriseProjekteSicherheitSoftware-Hersteller

Am Montag haben sich 25 Unternehmen zur Anti Malware Testing Standards Organisation (AMTSO) zusammengeschlossen, um den Qualitätsverfall bei Anti-Viren-Tests zu stoppen.

Zu den Gründungsmitgliedern der AMTSO gehören Unternehmen wie Microsoft, Symantec, G Data, Sophos oder McAfee. Ziel ist es, neue Standard-Testverfahren für Qualität und Funktion von Anti-Viren-Programmen zu entwickeln und diese allgemein verfügbar zu machen.

“Die Gründung der AMTSO wurde von branchenweiten Bedenken über die immer größer werdende Lücke zwischen den immer komplexer werdenden Anti-Malware-Lösungen und den Methoden, um diese zu testen, angestoßen”, hieß es in einer Erklärung der AMTSO. So seien viele der aktuellen Testverfahren nicht geeignet, um die Effektivität von Schutzprogrammen zu ermitteln.

Auch wenn die AMTSO bisher noch keine Details über zukünftige Spezifikationen neuer Testverfahren vorgestellt hat, hat Paul Ducklin von Sophos Australien erste Schwerpunkte benannt. “Eines der größten Probleme für Industrie und Konsumenten sind Anti-Viren-Tests, die mit zunehmend bedeutungslosen Prozentsätzen die Effizienz eines Produktes messen”, sagte Ducklin.

Ducklin hat Zweifel daran geäußert, dass derzeit anerkannte Tests wie der von Virus Bulletin über die gleichen Ressourcen und Expertisen verfügen, wie sie die Forscher in den Laboren der Hersteller nutzen können. Viele Tests würden sich auf die im Umlauf befindlichen Schädlinge konzentrieren und unbekannte oder längst vergessene Bedrohungen vernachlässigen.

Einen weiteren Vorteil der AMTSO sieht Ducklin in der Entwicklung eines brachenweiten Standards, der keinen der Hersteller begünstigt.