Microsofts Kampf gegen Raubkopierer

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Nach der erfolgreichen Zerschlagung eines Fälscherrings in Taiwan hat Microsoft Details zur eigenen Rolle bei der Überführung der Raubkopierer bekannt gegeben, um potentielle Nachahmer abzuschrecken.

Nach der Verkündung der letzten Urteile in Taiwan hat sich Microsoft jetzt öffentlich damit gebrüstet, aktiv an den Ermittlungen gegen die Raubkopierer beteiligt gewesen zu sein. Über mehrere Jahre hinweg sollen 80 Personen illegale Kopien von Microsoft-Software im Wert von etwa 900 Millionen Dollar angefertigt haben.

Nach eigenen Angaben hat sich der Software-Gigant an den Untersuchungen in 22 Ländern beteiligt. Dabei habe Microsoft zum Beispiel Detektivarbeit geleistet und Testkäufer eingesetzt, um herauszufinden, ob die verdächtigten Anbieter raubkopierte Produkte verkauften. Außerdem habe man auch kriminaltechnische Experten hinzugezogen, welche die Hologramme und mikroskopisch kleine Codes auf der Verpackung auf ihre Authentizität hin untersucht hätten, um die Plagiate als solche zu überführen.

All diese Bemühungen hätten letztendlich geholfen, im vergangenen Jahr groß angelegte Razzien in Taiwan durchzuführen. Dabei wurde raubkopierte Software im Wert von 226 Millionen Dollar und weitere gefälschte Produkte sichergestellt, außerdem haben die Untersuchungen zu Dutzenden Festnahmen in den USA, Großbritannien, Italien, Kanada, Deutschland, Singapur, Australien, Paraguay und Polen geführt.

Doch der Kampf ist noch nicht vorbei. Auch wenn seit den Razzien das Geschäft mit gefälschter Software in Taiwan etwas zurückgegangen ist, tauchen noch immer Raubkopien von Windows Vista und anderer Software auf. Wobei laut Microsoft derzeit die Fälschungsrate bei Vista nur noch halb so hoch ist wie bei XP, da das Unternehmen in diesem Bereich hartnäckiger vorgeht.