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Nach den Preisen für das Roaming von Sprachnachrichten sollen jetzt auch die Preise für das Daten-Roaming fallen.

Das kündigte Viviane Reding, EU-Kommissarin für die Informationsgesellschaft und die Medien, auf dem Mobile World Congress in Barcelona an.

Die EU hatte im vergangenen Jahr Redings Plan gebilligt, nach dem die Carrier die Roaming-Kosten senken müssen. Redings Vorschlag hatte jedoch nur Sprachnachrichten zum Gegenstand – SMS und der mobile Datenverkehr wurden nicht reguliert.

Im Januar 2008 veröffentlichte die EU-eigene European Regulators Group eine Studie, die sich mit den Kosten des Daten-Roaming beschäftigte. Demnach kostete der Empfang von 1 Megabyte im dritten Quartal 2007 in den EU-Ländern durchschnittlich 5,24 Euro.

Einige Carrier bieten den mobilen Datenempfang im Inland jedoch viel günstiger an. Dort kostet der Transfer von einem Gigabyte – tausend Megabyte – manchmal weniger als 50 Euro. Einige Branchenbeobachter bezeichnen die Daten-Roaming-Margen der Mobilfunkbetreiber daher als “himmelhoch”.

Die Carrier sagen jedoch, dass es um einen neuen Markt handele und man die Preise bereits gekürzt habe. Vodafone teilte zudem mit, dass das Unternehmen mit dem Daten-Roaming derzeit weniger als 1 Prozent des Umsatzes mache.

Die Mobilfunkbetreiber hätten bis Anfang Juli Zeit zu handeln, sagte Reding jetzt nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters. SMS und Daten im Ausland zu empfangen, dürfe nur unwesentlich teuer sein, als der Empfang im Inland.

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