Nokias rumänische Löhne sind zu niedrig

Management

In der Nähe der Stadt Cluj entsteht derzeit ein neues Werk des finnischen Handy-Herstellers Nokia.

Zugunsten dieses Werks soll noch in diesem Jahr – wie laufend berichtet – der deutsche Standort Bochum geschlossen werden. Zu hoch waren dem Konzern dort die Kosten für Löhne und Produktion.

Nokia wird den rund 1200 Arbeitern, die in dem neuen Werk angestellt werden sollen, selbst für Verhältnisse im Billiglohnland Rumänien niedrige Löhne ausbezahlen. Das berichten verschiedene Agenturen. Von rund 800 Lei ist die Rede – keine 220 Euro, was unter dem nationalen Durchschnitt liegen würde.

In Bochum sind zurzeit noch 2000 Menschen beschäftigt. Die sollen zum Sommer ihren Arbeitsplatz verlieren. Von Cluj aus wollen die Finnen Europa, Afrika und den mittleren Osten mit Handys beliefern. Wie die Rheinische Post vor kurzem berichtete, soll Nokia den deutschen Angestellten den Wechsel in das rumänische Werk angeboten haben.

Noch immer kämpfen die Bochumer um ihre Arbeitsplätze. Erst am Wochenende sind zwischen 4000 und 6000 Menschen an einem Aktionstag gegen die geplante Werksschließung auf die Straße gegangen. Noch in dieser Woche wollen sich Betriebsräte mit Nokia-Managern über die Zukunft des Standortes austauschen.

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