Open Source Barometer: Ubuntu und Red Hat an der Spitze

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Nach einer internationalen Studie des Softwarehauses Alfresco nutzen Unternehmen am häufigsten die Linux-Varianten Ubuntu und Red Hat.

Für Alfresco ist dies die zweite Umfrage zu Trends beim Einsatz von Open Source Software in Unternehmen. Der Anbieter von Open Source Enterprise Content Management (ECM) Software hat sein Open Source Barometer zwischen Juli und Dezember 2007 durchgeführt. Die Umfrage basierte auf den Opt-In-Daten der 35.000 Mitgliedern der Alfresco-Community. Die Befragten stammen nach Angaben von Alfresco aus ganzen 260 Ländern, darunter die Hälfte aus Europa, dem mittleren Osten und Asien sowie 24 Prozent aus den USA.

In der Umfrage wurden die Anwender nach ihren Präferenzen bei Betriebssystemen, Applikationsservern, Datenbanken, Browsern und Portalen befragt. Ziel waren Informationen darüber, wie Unternehmen Open Source und proprietäre Software beurteilen und in Enterprise-Umgebungen einsetzen.

Mit 35 Prozent liegt die Ubuntu-Distribution der südafrikanischen Canonical an der Spitze der von den Unternehmen eingesetzten Linux-Betriebssysteme. Den zweiten Platz belegt der US-amerikanische Softwarehersteller Red Hat mit 23 Prozent. Die Linux-Distribution der Firma Novell – Open Suse und Suse Enterprise – kommen lediglich auf einen Einsatzgrad von 13 Prozent. Aber auch Debian spielt bei den Linux-Varianten eine Rolle, denn insgesamt nutzen 15 Prozent der Befragten diese Distribution.

Die Studie verrät auch einiges über den Einsatz anderer Softwarepakete. Unter den Windows-Anwendern nutzen 63 Prozent Windows XP und 28 Prozent den älteren Windows Server 2003. Lediglich 2 Prozent der Interviewten nutzen Windows Vista. Im Datenbankbereich setzen 60 Prozent der Alfresco-Community MySQL ein, gefolgt von Oracle (14 Prozent) und Microsoft SQL Server (13 Prozent).

Den größten Marktanteil bei den Application Server hat der quelloffene Tomcat-Server mit 72 Prozent inne. Alfresco fragte auch nach den genutzten Virtualisierungslösungen. Das Ergebnis: “Wenn virtuell, dann VMWare” – der Virtualisierungsspezialist schneidet mit 61 Prozent am besten ab.

Der Studie zufolge ist der Einsatz von Open Source Software in Unternehmen auf dem Vormarsch. Lediglich bei Office-Anwendungen ist der Gebrauch von OpenOffice eher noch verhalten. Hier steht Microsoft Office nach wie vor an erster Stelle.