50 Prozent aller gespeicherten Daten sind unnütz

Management

Im Rahmen des jährlichen Information Lifecycle Management Audits hat der Storage-Experte BridgeheadSoftware die Ergebnisse zweier Umfragen veröffentlicht, die einen alarmierenden Einblick in das ungenügende Speichermanagement von Unternehmen geben.

So läuft das Backup von Primärspeichern angesichts der explodierenden Datenmengen in vielen Unternehmen inzwischen den größten Teil des Tages, frisst teure Systemressourcen und kann oftmals gar nicht ganz abgeschlossen werden. Gleichzeitig herrscht unter den Befragten eine große Unzufriedenheit mit konventionellen Speicherlösungen, von denen sie sich mehr Energieeffizienz und damit mehr Umweltfreundlichkeit erhoffen.

Die erste Umfrage, durchgeführt unter 472 IT-Entscheidern in Großbritannien und Nordamerika, betrifft Datensicherungen: Diese sind – als Schutz gegen Datenverluste – heute in fast allen Unternehmen Alltag, werden aber zunehmend zum Problem. Denn angesichts der explodierenden Datenmengen sind sich 59 Prozent der IT-Entscheider einig, dass die täglichen Backups inzwischen eine echte Belastung des Geschäftsbetriebs darstellen. Bei 37 Prozent der Befragten läuft die Backup-Maschine mittlerweile neun Stunden täglich, bei 19 Prozent der Befragten dauert die Datensicherung sogar mehr als 12 Stunden und bindet wertvolle IT-Ressourcen wie System-, Speicher- und Netzkapazitäten.

Eine zweite Umfrage unter 148 britischen IT-Entscheidern zeigte, wie ernst ökologische Zielsetzung wie Energieeffizienz heute in britischen Unternehmen genommen werden.

60 Prozent der Befragten würden gerne energiesparende Speichermanagement-Alternativen in ihrem Unternehmen einsetzen. 84 Prozent der Befragten sehen hierbei die Speicherindustrie in der Pflicht, stärkere Anstrengungen bei der Verbesserung der Energieeffizienz ihrer Produkte zu unternehmen. Nicht ohne Grund: IT-Rechenzentren gehören durch Abwärme und enormen Stromverbrauch zu den veritablen Klimakillern unserer Zeit, rund 1,2 Prozent des weltweiten Strombedarfs entfällt inzwischen auf den IT-Sektor – das entspricht der Produktionsleistung von rund 18 Atomkraftwerken.