Service Pack 1 fördert Vistas Kompatibilität nicht

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Die Zahl der Anwendungen, die sich mit Vista nicht verstehen, ist auch nach dem ersten Serice Pack für das neue Windows gleich geblieben.

Das zeigt eine Studie von AppDNA, Hersteller einer Test-Software. In einer Analyse hatte das Unternehmen 500 Unternehmensanwendungen vor und nach der Installation auf Kompatibilität mit dem Betriebssystem getestet.

Dabei scannt die Software nach bestimmten Algorithmen, die auf eine Unverträglichkeit mit Vista hindeuten. Auch Anwender-Tests simuliert die Software. So werden Test-Installationen gefahren, die mögliche Probleme aufzeigen sollen.

Dabei konnte AppDNA jedoch keinen Unterschied feststellen. Nach wie vor der Installation von Service Pack 1 waren 18 Prozent der Anwendungen ohne manuelle Anpassungen auf Vista nicht lauffähig.

Diese Zahl kann nun als gute oder schlechte Nachricht interpretiert werden. Gut ist sie für Anwender, die bereits auf Vista sind. Denn oft genug verschlechtert sich die Kompatibilität eines Betriebssystems durch ein Service Pack. Da sich manche Anwendungen schlicht nicht mit dem Update vertragen. Das Service Pack 2 für Windows XP hatte da zum Beispiel für manche böse Überraschung gesorgt.

Andererseits kann diese Zahl auch als nachteilhaft interpretiert werden, weil viele Anwender gerade in Kompatibilitätsfragen auf die Aktualisierung von Microsoft gehofft hatten. Für AppDNA ist daher das Service Pack für Vista lediglich ein kleiner Schritt. Microsoft jedoch hat bereits ein eigenes Tool angekündigt, mit dem auch das verbleibende inkompatible Fünftel der Anwendungen auf Vista lauffähig gemacht werden soll.

Microsoft hatte mit dem Service Pack auch versucht, Schlupflöcher zu stopfen, über die das Betriebssystem auch ohne Registrierung bei Microsoft zum Laufen zu bringen war. Zumindest einen Trick konnte Microsoft ausschalten. Der so genannte Grace-Time-Hack ist offenbar nicht mehr möglich. Dabei wurde die Aktivierungszeit auf 2099 vorverlegt. Somit hatte man knapp 100 Jahre Ruhe vor Microsoft.

Jedoch sei das Schlupfloch OEM-Bios-Hack für Hacker nach wie vor eine Möglichkeit. OEM deshalb, weil viele Hersteller ganz ähnliche Methoden verwenden, um Vista auf der Hardware zu installieren. Einige Experten glauben aber, dass es für Microsoft kein Problem sein dürfte, auch dieses Leck zu schließen.

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