Run auf IT-Freiberufler ungebremst

Management

Freiberufler arbeiten nach wie vor auf der Sonnenseite der IT-Branche. Das belegen jüngste Zahlen der IT-Personalagentur GULP Information Services.

Aktuell lägen Gulp eine halbe Million Projektofferten für externe IT-Spezialisten vor. “Jede einzelne dieser 500.000 Projektofferten bedeutet ein konkretes Kundenangebot an einen unserer Freiberufler für die Mitarbeit in einem Projekt”, erklärt Unternehmenssprecher Stefan Symanek. Die Dynamik des Marktes erstaune sogar ihn: Die über www.gulp.de an IT-Freiberufler zugestellten Projektofferten seien mit einem Plus von 50 Prozent wesentlich stärker gestiegen als zu Jahresbeginn prognostiziert. In 2007 liefen pro Arbeitstag mehr als 500 Offerten für IT-Selbstständige über die GULP Server. 

Vor allem die Dynamik des zweiten Halbjahres 2007 spiegle den Markt derzeit gut wider. “Die enorme Nachfrage war dabei aber nicht auf einzelne Branchen beschränkt, sondern zog sich quer durch alle Marktsparten”, sagte Symanek. “Von dem Dauerausreißer SAP abgesehen, waren alle gängigen Skills stark gefragt. Vor allem Oracle-, Java-/J2EE-Know-how, C/C++ und C#- oder SQL-Kenntnisse wurden stark nachgefragt.”

Der Trend von einem Anbieter- in einen Nachfragermarkt habe sich deutlich verstärkt. Mit Sorge betrachte man aber die Seite der Projektanbieter. Der Fachkräftemangel, und damit der “Run auf die besten Köpfe”, ist in den IT-Einkaufsabteilungen der Unternehmen angekommen. “Unternehmen, die sich nicht rechtzeitig umgestellt haben, werden sich zunehmend schwerer tun, ihre Projekte zeitnah und optimal zu besetzen. Hierzu zählen insbesondere solche, die dem Freiberufler kein attraktives Angebot bieten können – also nicht mit Image, langer Laufzeit, lokaler Nähe und vor allem attraktiven Konditionen punkten können. Dies führt unternehmensintern zu Projektverzögerungen und kann sich letztendlich sogar langfristig auf die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen durchschlagen.”