SAP-Spezialisten anhaltend heiß begehrt

Management

IT-Profis für laufende und anstehende Projekte dürfen in Deutschland gern von “außen” kommen. Sie müssen aber fundiertes Wissen über SAP-Welten und .Net sowie hardwarenahes Softwaredesign mitbringen. Das ergab eine Untersuchung der deutschen Zweigstelle des britischen IT-Recruiting-Spezialisten Hays.

Demnach wurde in der Region Deutschland, Österreich, Schweiz die Zahl der vermittelten IT-Spezialisten seit Februar 2007 um mehr als 35 Prozent auf gegenwärtig etwa 2500 gesteigert. Auf dem Markt gefragt sind vor allem SAP-Berater und -Entwickler, teilte die Fachkräftebörse mit. Binnen eines Jahres hat Hays die Zahl der SAP-Projektmitarbeiter um mehr als 45 Prozent erhöht. Neben SAP-Experten werden derzeit in hohem Maße .Net-Entwickler benötigt. Wie es weiter hieß, ist die Zahl der vermittelten Profis, die für Hays in IT-Projekten arbeiten, innerhalb eines Jahres um nahezu 150 Prozent gestiegen.

Auch hardwarenahe Softwareentwickler und Java-Programmierer werden derzeit stark nachgefragt. Immer mehr Unternehmen sind auch bereit, die zentrale Position des IT-Projektleiters extern zu besetzen. Derzeit arbeiten 240 externe IT-Profis im Auftrag von Hays als IT-Projektleiter. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet dies eine Steigerung um 38 Prozent. In den genannten IT-Bereichen übersteigt die Nachfrage mittlerweile das Angebot an verfügbaren externen IT-Spezialisten mit der entsprechenden Qualifikation, hieß es weiter.

“Externe Spezialisten für Projekte zu nutzen, ist gerade in der IT ein sehr stabiler Trend, der sich unabhängig von konjunkturellen Schwankungen durchgesetzt hat. Dadurch kann das Wissen der Experten genau an der richtigen Projektstelle effizient und schnell eingebunden werden”, bilanzierte Dirk Hahn, Vorstand der Hays AG. Laut einer Hays-Studie vom letzten Jahr ist gerade die IT ein Vorreiter bei der Etablierung flexibler Arbeitsverhältnisse. So lag im letzten Jahr der Anteil externer IT-Spezialisten bei jedem dritten Unternehmen bereits bei über 30 Prozent. Mit 75 Prozent war die Zufriedenheit der IT-Leiter mit externen Projektmitarbeitern am höchsten.

Dies deckt sich mit den Ergebnissen einer im Oktober 2007 veröffentlichten Studie des Instituts für Beschäftigung und Employability (IBE) im Auftrag der Hays AG. Sie zeigt auf, dass gemischte Teams aus fest angestellten und externen Spezialisten produktiver sind, als rein intern besetzte Projektteams. Das ist die Einschätzung von mehr als zwei Dritteln der dort Befragten. Vor allem der Transfer von Methodenwissen, die schnelle Problemerkennung und die Wissensentwicklung im Projektverlauf sprächen für gemischte Teams.