Bitkom baut Aktivitäten zu Embedded Software aus

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Der Bitkom verstärkt seine Aktivitäten im Bereich der Embedded Systems.Der Ende 2007 gegründete Arbeitskreis ‘Softwareintensive eingebettete Systeme’ hat eine Basis-Studie in Auftrag gegeben und will Embedded Software für Öffentlichkeit und Politik als eigenständigen Wirtschaftsfaktor greifbar machen.

Dies gab der Verband anlässlich der gerade laufenden ‘Embedded World’ in Nürnberg bekannt. “In Deutschland sehen wir Embedded Software bisher immer nur als Teil der vertikalen Märkte wie Automobil- oder Maschinenbau”, sagte Arbeitskreisleiter Knut Degen. “In den USA, Asien und Frankreich hingegen wird Embedded Software in der Öffentlichkeit als strategisches Wachstumsfeld wahrgenommen und gezielt aufgebaut.”

Eingebettete Systeme sind Chips oder Computer, die nach außen meist unsichtbar in ein technisches Umfeld integriert sind und dieses System steuern, regeln oder überwachen. Die Studie ‘Die Zukunft der Digitalen Wirtschaft’ vom Unternehmensberater Roland Berger im Auftrag des Bitkom nennt Embedded Systems als eines von sechs strategischen ITK-Wachstumsfeldern.

Das weltweite Marktvolumen wird dort auf 138 Milliarden Euro geschätzt, das jährliche Wachstum bis 2010 auf 9 Prozent. In umsatzstarken vertikalen Märkten sind Embedded Systems der entscheidende Treiber von Produktinnovationen. So sind rund 90 Prozent aller Innovationen im Automobilsektor ITK-basiert. Deutschland hat durch seine solide industrielle Basis eine traditionell starke Position.

Trotz dieser hohen Relevanz existieren in Deutschland kaum Marktdaten zu diesem bedeutenden Querschnittssegment. Der Bitkom hat daher Pierre Audoin Consultants (PAC) und TechConsult mit einer neuen Studie beauftragt. In Zusammenarbeit mit den Bundesministerien für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Wirtschaft und Technologie (BMWi) sollen die Ergebnisse im Herbst präsentiert werden.