Scrabble-Erfinder verklagen Online-Scrabble-Erfinder

E-GovernmentEnterpriseManagementRegulierung

Scrabble vertreibt Langeweile – nicht nur in Gesellschaft, sondern auch online. Dank zweier Inder, die sich an eine Web-Adpation des beliebten Spieleklassikers gemacht haben. Ihr Engagement und ihre Kreativität, außerdem die Tatsache, dass sie ihre Erfindung vermarkteten, kommt sie jetzt möglicherweise teuer zu stehen.

Mattel und Hasbro haben nämlich bereits die Rechte an einem Online-Scrabble anderweitig vergeben. Die Spielemultis Real Networks und Electronic Arts behaupten, dass sie bereits mit Hasbro, dem Händler und Rechteinhaber für Nordamerika, einen Vertrag für den Bau eines Online-Spiels von Scrabble in der Tasche haben. Eine Patentklage liegt auf dem Tisch.

Rajat und Jayant Agarwalla können dem nichts entgegensetzen. Nur, dass sie seit ihrer Kindheit große Fans des Buchstabenspiels sind. Und dass ihre Mutter ihnen einschärfte, fleißig Scrabble zu spielen um ihr Englisch zu vervollkommnen. Ihre Freude am Spiel habe sie auf die Idee gebracht. Nun zählen sie mit ‘Scrabulous’ Millionen Mitspieler weltweit, darunter viele Teilnehmer von Social Networks wie Facebook.

Auch wenn die beiden beteuern, sie hätten keine kommerziellen Absichten gehabt als sie starteten – jetzt haben sie wohl welche. Immerhin fließen jeden Monat 25.000 Dollar aus Werbeeinnahmen in ihre Taschen. Sie haben allerdings – egal wie der ungleiche Kampf ausgeht – eines geschafft: Scrabble ist in der Online-Spiele-Community so bekannt wie nie zuvor und wird auch in Büros in der Mittagspause gespielt.

Sollten die Brüder verlieren, so haben sie wenigsten Real Networks und Electronic Arts den Marktstart mit ihren eigenen Spielen ganz unnachahmlich einfach gemacht. Mehr noch, sie haben ihnen viele Millionen Dollar vom Werbebudget gespart. Nicht umsonst legen es die beiden Brüder aus Kalkutta auf einen Vergleich an.