CeBIT: Internet-Nutzer nehmen Virenschutz nicht ernst

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G Data ging der Frage nach, wie gut sich Heimanwender vor den Gefahren aus dem Internet schützen. Das Ergebnis war schockierend: Entgegen vieler Prognosen nehmen viele Anwender das Thema IT-Security trotz zunehmender Bedrohungen immer noch auf die leichte Schulter. Fast die Hälfte der befragten Computernutzer surfen gänzlich ohne oder mit veralteten Virenschutzlösungen.

Der Sicherheitsspezialist G Data befragte im Februar über 500 Internet-Nutzer in persönlichen Interviews über den Stand ihres Virenschutzes. Trotz der Tatsache, dass die Bedrohung durch Malware seit einem Jahr explosionsartig ansteigt, nehmen es die deutschen PC-Nutzer nicht allzu ernst mit dem Schutz vor Viren, Würmern und Trojanern.

29 Prozent der Windows-Nutzer setzen überhaupt keine Anti-Viren-Lösung auf ihrem System ein. Bei 18 Prozent waren die Signaturen mindestens seit zwei Wochen nicht aktualisiert worden und damit gegen aktuelle Bedrohungen weitestgehend unwirksam. Das ergibt einen Anteil von insgesamt 47 Prozent mangelhaft geschützter PCs.

“Dass 47 Prozent der Umfrageteilnehmer ihre Rechner nicht effektiv vor Malware absichern, hat uns sehr betrübt. Es lag auf der Hand, dass viele dieser ungeschützten Rechner bereits mit Malware verseucht sind. Tatsächlich zeigten Stichproben, in denen unsere Experten diese Rechner vor Ort untersucht haben: in acht von elf Fällen war der Computer bereits infiziert. Auch die Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Thema erschreckte uns: Aussagen wie ‘Ich hatte nie Probleme’ zeigen das Unwissen der Internet-Nutzer”, sagte Ralf Benzmüller, Leiter des G Data Security Labs.

Selbst bei dem sensiblen Thema Online-Banking sind sich viele Befragte der Konsequenzen des mangelhaften Schutzes nicht bewusst. 73 Prozent der Internet-Nutzer, die keinen Virenschutz verwenden, gaben an, Online-Banking von ihrem Rechner aus zu betreiben. Dass im Schadensfalle die Bank, die sonst bei Online-Betrug oft den Schaden ersetzt, bei fahrlässigen Kunden ohne Security-Software den Schadensersatz verweigert, erstaunte die Mehrheit der Befragten.