Microsoft geht auf Schmusekurs mit Eclipse

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Mozilla, Zend oder andere Open-Source-Unternehmen und -Projekte haben für Microsofts Open-Source-Strategie nicht nur Lob übrig. Dennoch oder gerade deshalb scheint Redmond sehr darum bemüht, sich den Anstrich einer offenen Technologie-Plattform geben zu wollen.

Nun soll eine Zusammenarbeit mit der Eclipse Foundation für noch mehr Interoperabilität sorgen. Das erklärte Sam Ramji, Director für Open-Source- und Linux-Strategie bei Microsoft. In etwa zwei Wochen auf der Konferenz EclipseCon in Santa Clara, Kalifornien, wolle das Unternehmen Pläne für eine Kooperation mit der Eclipse Foundation bekannt geben.

Bislang hatte sich Microsoft bei dem quelloffenen Großprojekt vornehm zurückgehalten. So sei zwar Microsofts Geschäft rund um offene APIs (Application Programming Interface) entstanden, doch seien die Ansprüche bei Open Source weit über offene Programmierschnittstellen hinausgewachsen.

Und so habe Microsoft nun eine ganze Reihe von Technologien offengelegt und den Zugang verbessert. Durch die Öffnung von Spezifikationen, mehr Interoperabilität mit dem Firefox sowie in anderen Bereichen nähert sich Microsoft dem Modell der offenen Entwicklung an. Ramji sprach davon, dass sich Microsoft derzeit in einem Übergangsstadium befände.

Auch der viel diskutierte Deal mit Novell gehört in diese Kategorie. Laut Miguel de Icaza, Leiter des Moonlight-Projektes, der Linux-Implementierung von Microsofts Silverlight, bei Novell, erklärte, dass Novell nun Zugang zu Microsoft-Experten und zu Test-Tools habe. Allerdings bildet Novell hier eine Ausnahme, diesen Zugang bekommt längst nicht die gesamte Open-Source-Community, wie de Icaza bedauert.

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