Intel greift bei Solid State Discs an

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Die Festplatte war bis Dato nicht gerade Intels Lieblingskind. Aber vorbei sind die Zeiten, als sich die lokalen Speicher noch ausschließlich auf einer Platte drehten. Bei den Flash-basierten Speichern, die ohne entsprechende Platte auskommen, sieht sich Chip- und Flash-Hersteller Intel, wohl eher berufen.

Derzeit bietet der Hersteller sogenannte Thin Small Outlin Packages (TSOP) an, die in Flash-Bausteine unterschiedlicher Ausmaße gegossen, Kapazitäten bis zu 16 GByte vorhalten. Nun will Intel aber auch 1,8 beziehungsweise 2,5 Zoll große Festplatten in Form von Solid State Discs (SSD) auf den Markt bringen. 80 bis 160 GByte werden diese fassen können, wie Troy Winslow, Marketing Manager für NAND-Produkte bei Intel, erklärte.

Einer der wohl wichtigtsten Konkurrenten steht für Intel auch schon fest. Samsung, weltweit wichtigster Hersteller von Flash-Speichern, plant für das dritte Quartal eine SSD mit 128 GByte. Intel wolle jedoch nicht nur bei der Kapazität die Konkurrenten überflügeln. Derzeit können SSDs Daten mit einer Geschwindigkeit von 100 MByte pro Sekunde übertragen. “Wir können das aber viel besser”, verspricht Winslow.

So wolle Intel SSDs wahlweise – wie Samsung übringes auch – mit Serial ATA der Spezifikation II anbieten. Mit dieser Technologie, die vor allem bei Hochleistungsplatten zum Einsatz kommt, sollen Übertragungen bis zu 3 Gigabits pro Sekunde möglich sein. Die bessere Leistung sei aber auch auf architektonische Unterschiede zurückzuführen, bekräftig Winslow. Demnach werde Intel ab dem zweiten Quartal statt Single-Level Cell (SLC) die leistungsfähigere aber komplexere Technologie Multi-Level Cell oder MLC verwenden.

Für Intel wird 2008 Flash als Speichermedium Einzug auch bei Rechnern halten. Doch ist diese Technlogie noch deutlich teurer als Speicherkapazität auf herkömmlichen Medien. Derzeit muss der Anwender rund 1000 Dollar für die Tatsache bezahlen, dass sich seine ‘Festplatte’ beim Auslesen der Daten nicht mehr dreht.

Doch hier erwartet Intel einen drastischen Kostenrückgang. Winslow schätzt, dass im ersten Jahr, die Preise für SSDs um 40 Prozent zurückgehen werden. 2009 und im Jahr darauf werden es jeweils nochmal 50 Prozent sein. Spätestens dann könnten die neuen Laufwerke auch für Anwendungen in Servern interessant werden.