Microsofts Logitech-Übernahme ‘sinnlos’

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Angesichts des starken Interesses seitens Microsoft den Portalbetreiber Yahoo zu übernehmen, ist das Gerücht über einen Zukauf des Maus- und Keyboard-Herstellers Logitech, das zu Beginn des Jahres kursierte, ein bisschen ins Hintertreffen geraten.

Glaubt man nun dem, was Logitech-Aufsichtsratsmitglied Guerrino De Luca gegenüber der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera erklärte, dürfte auch diese Übernahme – so denn tatsächlich eine geplant ist – eine harte Nuss für Microsoft werden.

De Luca erklärte, dass jeglicher Übernahmeversuch seitens Microsoft eine “Aktion ohne Sinn wäre”. So seien auf das Börsengerücht hin die Kurse des Schweizer Herstellers zwar gestiegen, doch dieses Hoch hielt nicht lange vor.

“Ohne Konkurrenz würde Logitech diesen positiven Druck für Innovationen nicht haben”, so De Luca weiter. Außerdem würde dieser Merger sicherlich die Kartellwächter auf den Plan rufen, da so quasi ein Monopolist für Mäuse und Keyboards entstünde. Bei Mäusen führt Logitech den Markt an. Microsoft nehme etwa 30 Prozent des Logitech-Marktes in Beschlag, so De Luca weiter.

Auch eine Minderheitenbeteiligung schloss De Luca mit Verweis auf die Konkurrenzstellung der beiden Unternehmen aus. Dennoch erfülle es ihn mit Stolz, dass Bill Gates über seine wohltätige Stiftung ein kleines Aktienpaket halte, wie Reuters berichtet.

Der deutsche Logitech-Sprecher Dirk Sturny erklärte gegenüber silicon.de, man kommentiere Börsengerüchte grundsätzlich nicht. Er ließ aber durchblicken, dass ein Angebot für Logitech durch Microsoft derzeit eher unwahrscheinlich ist.

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