Microsoft startet seine Interoperabilitäts-Initiative

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Microsoft hat am 21. Februar angekündigt, seine Hauptprodukte für Konkurrenten zu öffnen. Nun hat der Softwarekonzern erste konkrete Schritte angekündigt und eine ‘Document Interoperability Initiative’ gestartet. Zum Auftakt nehmen daran Unternehmen wie Novell, Mark Logic, Quickoffice, DataViz und Nuance teil.

Sie alle wurden nach Cambridge, Massachusetts, eingeladen, um die Interoperabilität zwischen Implementierungen des Microsoft Office Open XML-Formats und des Open Document Formats (ODF) auf verschiedenen Plattformen und Geräten wie MacOS X Leopard, iPhone, PalmOS, Symbian OS, Linux und Windows Mobile zu testen.

Das Treffen in Cambridge soll der Auftakt zu einer weltweiten Serie solcher Veranstaltungen sein. Mitte April will Microsoft auch in Berlin zu einem Meeting bitten. Termin und Ort sollen in den nächsten Wochen bekannt gegeben werden.

Darüber hinaus hat Microsoft die Version 1.1 eines Übersetzungsprogramms zwischen ODF und Open XML für Microsoft Excel (Spreadsheets) und Microsoft PowerPoint (Presentations) veröffentlicht. Dies ist das Ergebnis eines Open-Source-Projekts, das Microsoft seit Juli 2006 unterstützt.

Da passt es, dass auch Sun Microsystems zwei weitere “Meilensteine” seiner Allianz mit Microsoft mitgeteilt hat. Zum einen wird auf dem Microsoft Campus in Redmond ein gemeinsames Sun/Microsoft-Interoperabilitätszentrum eröffnet. Zusätzlich wurde die Verfügbarkeit der Sun Infrastrukturlösungen für Microsoft Exchange Server 2007 bekannt gegeben.

Sun und Microsoft arbeiten bereits seit einiger Zeit an gemeinsamen Interoperabilitätsthemen wie Webservices, Identitätsmanagement, Thin Clients, Systemmanagement und Windows Server-Technologien. Beide Firmen haben außerdem die Basis für eine engere Interoperabilität zwischen der Java(TM)-Plattform Enterprise Edition (Java EE), dem Microsoft .NET Framework 3.0 und der Windows Communication Foundation in Suns Webservices Interoperabilitätstechnologien (Projekt Tango) geschaffen. Mit dem neuen Interoperabilitätszentrum wird die seit drei Jahren bestehende Präsenz von Sun auf dem Microsoft Campus verlängert.

Das Sun/Microsoft-Interoperabilitätszentrum hat zum Ziel, die Microsoft-Anwendungen auf Sun x64 Server- und Storagesystemen anzupassen und die Interoperabilität in Anwendungsgebieten wie Virtualisierung, Java-Technologien, Systemmanagement und Identitätsverwaltung sicherzustellen. Eines der ersten Ergebnisse der vor kurzem erweiterten Zusammenarbeit ist die Verfügbarkeit der Sun Infrastrukturlösungen für Microsoft Exchange Server 2007.