Microsoft schluckt den Virtualisierungsexperten Kidaro

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Der Softwareriese hat am Donnerstag in Redmond die Übernahme des israelischen Desktop-Virtualisierungsspezialisten Kidaro bekannt gegeben. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme und zum Abschluss der Akquisition machte das Unternehmen keine Angaben.

Israelische Medien berichteten unter Berufung aus nicht genannten Kreisen, dass Microsoft 100 Millionen Dollar für das kleine Privatunternehmen mit 35 Beschäftigten zahlen wolle.

Mit der Übernahme will Microsoft seine Desktop-Virtualisierung weiter ausbauen. Kidaros Technik soll in künftigen Versionen des Microsoft Desktop Optimization Packs (MDOP) für Software-Assurance-Kunden enthalten sein, mit denen sich virtuelle Anwendungen ohne Installation auf beliebigen Windows-Systemen nutzen lassen. Die Kidaro-Technologie dient dazu, auf VMware oder Microsoft Virtual PC basierende Images zentral zu lagern, zu verwalten und zu verteilen.

Microsoft erhofft sich mit der zugekauften Technologie die Migration auf Windows Vista beschleunigen zu können, indem Kompatibilitätsprobleme zwischen Anwendungen und Betriebssystem reduziert werden.

Kidaro wurde im Jahr 2004 gegründet und erhielt 14 Millionen Dollar von Genesis Partners, Opus Capital und Storm Ventures. Kidaro wurde von drei IT-Experten gegründet. Ran Kohavi ist heute Vice President des Unternehmens und war zuvor Director Product Management bei Kashya, einer Firma die von EMC übernommen wurde. Itzik Levy, Vice President für Forschung und Entwicklung, leitete zuvor große IT-Projekte für israelische Regierungsorganisationen sowie Ran Oelgiesser, Vice President Product Marketing bei Kidaro, arbeitete bereits als Senior Manager bei Cyota, die von RSA gekauft wurde. Nach Angaben von Gavriella Schuster, Senior Director der Microsoft Windows Sparte, werden die drei auch weiterhin bei dem Unternehmen bleiben.