Microsoft will mit Nutzerfreundlichkeit punkten

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Um heute erfolgreich Geschäftsanwendungen verkaufen zu können, reichen Branchenerfahrung und Funktionsvielfalt nicht mehr als Unterscheidungskriterium aus. Immer öfter entscheidet die Benutzerfreundlichkeit, welcher Anbieter den Zuschlag erhält. Nun will Microsoft hier Taten folgen lassen.

Die “Feel It” genannte Initiative soll Microsoft helfen, die Kundenwünsche bezüglich Benutzerführung und Bedienkomfort der Geschäftsanwendungen zu verstehen und umzusetzen. Um die Produktivität und die Benutzerfreundlichkeit der Microsoft-Geschäftsanwendungen zu erhöhen, setzt Microsoft sehr stark auf rollenbasierte Bedienkonzepte. Die Mitarbeiter erhalten genau die Informationen und Bedienelemente, die zur Erfüllung ihrer Aufgaben notwendig sind. Auf diese Weise wird die Zahl der Menüs, aber beispielsweise auch die Anzahl der möglichen Berichte und Auswertungen reduziert.

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In der für Juni angekündigten neuen Version ‘Dynamics AX 2009’ enthält das ERP-Produkt (Enterprise Resource Planning) mehr als 30 vordefinierte Rollen, um den Anwendern möglichst exakt die Funktionalitäten zu liefern, die für das Tagesgeschäft notwendig und relevant sind. So enthält beispielsweise die Geschäftsführungsrolle vordefinierte Echtzeitberichte und die Möglichkeit zu Drill-Downs, um Abweichungen auf den Grund zu gehen.

Das Ziel von Microsofts “Feel It”-Initiative ist es, dass die Anwender gerne mit den Produkten aus Redmond arbeiten und dies möglichst produktiv und effizient machen können. Die enge Outlook- und Office-Anbindung der ERP- und CRM-Produkte (Customer Relationship Management) sind das Resultat einer vor Jahren gestarteten und unternehmensweit etablierten Initiative. Sie soll die Benutzerfreundlichkeit der Produkte als Unterscheidungskriterium gegenüber Wettbewerbern betonen. Vorreiter dieses Bedienkonzeptes ist die Dynamics CRM-Lösung.

Durch den hohen Grad an Vertrautheit der Anwender im Umgang mit Office und Outlook besitzt Microsoft einen deutlichen Wettbewerbsvorteil gegenüber den Wettbewerbern, ihre Vorstellung von Bedienkonzepten im Markt zu etablieren. Für die Anwenderunternehmen ergeben sich durch einheitliche Bedienkonzepte, beispielsweise Einsparungen bei Anwenderschulungen.

Es ist davon auszugehen, dass Microsoft in nicht wenigen Fällen durch die Vertrautheit der Benutzeroberfläche einige Ausschreibungen für sich entscheiden kann. Etwa, wenn bei den weiteren Entscheidungskriterien annähernd Gleichstand herrscht. Den Wettbewerbern wird nicht viel anderes übrig bleiben, als die eigenen Bedienkonzepte zu modernisieren und mehr Wert auf die Benutzerfreundlichkeit ihrer Anwendungen zu legen.

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