Microsofts Office Open XML offenbar zum Standard gekürt

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Noch ist es nicht offiziell, aber offenbar konnte Microsoft beim abschließenden Votum für die Standardisierung des Office-Standards Office Open XML (OOXML) eine ausreichende Zahl von Stimmen gewinnen. Dennoch soll es auch aus verschiedenen Ländern Beschwerden über die Abstimmung geben.

Insgesamt haben 87 Länder ihre Stimme am Samstag beim Abstimmungsverfahren für den Standard ‘DIS 29500’, wie Microsofts Vorschlag bei der ISO/IEC (International Organization for Standardization/International Electrotechnical Commission) heißt, abgegeben. Beschwerden über inkorrekte Verfahren und Einflussnahme auf die Gremien soll es zum Beispiel aus Norwegen und Polen geben.

Studenten und Aktivisten erklärten im Blog OpenMalaysia, dass Microsoft wohl ersten Schätzungen zu folge die nötige Zweidrittelmehrheit an Stimmen auf sich vereinen konnte. Gleichzeitig haben wohl auch weniger als 25 Prozent der Stimmberechtigten gegen den Standard-Entwurf gestimmt. Auch andere Stimmen
Stimmen kommen zu ähnlichen lautendenden Schätzungen.

Laut ISO-Vote sollen zum Beispiel Deutschland, Österreich, die Schweiz, die USA, Kroatien, Portugal, Polen und neben anderen auch die Türkei und Russland für das Microsoft-Format gestimmt haben. Laut dem Blog hätten sich Länder wie Frankreich, Kanada, Brasilien, China, Indien und Großbritannien aber gegen den Entwurf entschieden. Australien, Mexico und Malaysia haben sich der Stimme enthalten. Venezuela etwa hatte zunächst den Standard unterstützt, wechselte dann aber in das Lager der Gegner.

Ein offizielles Ergebnis liegt bislang nicht vor. Das könnte vielleicht auch daran liegen, dass aus den einzelnen nationalen Gremien heraus Beschwerden über Unregelmäßigkeiten im Vorfeld und während der Abstimmung bei ISO eingegangen sind.

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