Open Source löst Business Software ab

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Open Source Software könnte auch im Feld der Geschäftsanwendungen ähnliche Erfolge erzielen, wie sie Linux gegenüber Microsoft erreicht hat – das strebt das Projekt Kuali an. Mithilfe der hier entwickelten Ansätze könnten auch Giganten wie SAP und Oracle in einigen Bereichen zu neuen Ideen gezwungen werden.

Eine Gruppe amerikanischer Universitäten hat sich zum Ziel gesetzt, ein Open-Source-basiertes ERP-System zu entwickeln. In seiner Endfassung soll es die Betriebssoftware mit den komplexen Softwarepaketen von SAP, Oracle und Microsoft aufnehmen.

Federführend ist die Kuali Foundation, eine Nonprofit-Organisation mit Sitz im US-Staat Arizona. Sie hat für das Opensource-ERP-Projekt bereits eine Reihe anerkannter Hochschulinstitute, Stiftungskapital sowie Industriesponsoren zusammengebracht.

Über 20 Hochschulen sind gegenwärtig daran beteiligt, unter anderen Cornell, das MIT IBM und Sun Microsystems.

Das Projekt startet nicht bei Null, sondern geht zurück auf die Individualsoftware-Erstellung zur Universitätsverwaltung an der University of Indiana. Diese Software wurde inzwischen modularisiert und in einer Servicebus-basierten Form der Opensource-Gemeinde überstellt, hieß es.

Das Paket ist unter der Apache 2.0 Lizenz erhältlich und es gibt bereits erste Anwender im universitären Bereich. Die nächsten Module sollen Personalverwaltung und die Lieferkette sein.

Auch im Kundenmanagement (CRM) sind Opensource-Lösungen auf dem Vormarsch: Zwischen 200 und 500 Installationen dürfte es in Deutschland geben, schätzt das Beratungshaus Hewson Group.