Computernutzer zu leichtsinnig mit Passwörtern

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Die Unternehmensberatung Accenture fand kürzlich heraus, dass die meisten Computernutzer ihre Passwörter so gut wie gar nicht variieren, sondern ein Passwort für alle Zugänge verwenden. Der Schutz, den der passwortgeschützte Zugang damit geben soll, ist auf diese Art überhaupt nicht zu erreichen, warnten die Berater.

Dasselbe Passwort für alle möglichen Websites und Anwendungen zu verwenden, sei gleichbedeutend damit, einen einzigen Schlüssel für die Haustür, das Auto und das Bankschließfach zu haben. Accenture hat 800 Personen in den USA und Großbritannien befragt, die geschäftlich und privat das Internet nutzen. Nur sieben Prozent der Befragten sagte demnach, dass sie verschiedene Passwörter nutzen und diese auch verändern, wie es allgemein empfohlen wird.

Allerdings zeigten sich die Befragten der Problematik durchaus bewusst und teilten zu 88 Prozent die Meinung, dass Hacker und Cyber-Kriminelle ganz besonders von der persönlichen Nachlässigkeit der Surfer profitieren. Sie erkannten demnach an, dass Betrug im Web und der Diebstahl von Identitätsdaten vor allem dadurch möglich sei.

Für Hacker sei ein einziges Passwort, das zu einem einzigen Nutzer führt, vergleichbar mit einer Goldmine, sagte Robert Dyson, Senior Executive bei Accentures Abteilung Global Security Practice, gegenüber der Nachrichtenagentur AP. Die Nachlässigkeit der Nutzer hat ihm zufolge damit zu tun, dass viele von ihnen noch nicht realisiert hätten, dass das organisierte Verbrechen im Internet Millionengeschäfte mit gestohlenen Daten macht und dass dieses Problem allgegenwärtig ist und jeden betreffen kann.