Google zeigt “grüner Suche” die kalte Schulter

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Gerade einmal eine Woche hat die Zusammenarbeit Googles mit der Wiederaufforstungsinitiative Ecocho gedauert.

Ecocho halte sich nicht an die Vertragsbedingungen des Google-Werbeprogramms AdSense, hieß es von Google. Deshalb habe Google
Ecocho die technische Unterstützung entzogen. “Den Richtlinien zufolge dürfen Nutzer nicht dazu aufgefordert werden, auf AdSense-Werbung zu klicken, wogegen angeblich verstoßen worden ist. Dies war bei Ecocho jedoch nicht der Fall”, sagte Ecocho-Sprecher Tapio Liller.

Nach eigenen Angaben handelt es sich bei Ecocho um die “erste grüne Suchmaschine der Welt” – die gleichzeitig auf die Technik der konkurrierenden Anbieter Google und Yahoo setzt. Darüber hinaus will der Ecocho-Dienst neben zuverlässigen Suchergebnissen einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Für je 1000 Suchanfragen sollen zwei neue Bäume gepflanzt werden, um die CO2-Belastung zu reduzieren. “Unsere Websuche ist die einfachste Möglichkeit für jeden Menschen, mit einer kleinen Änderung im Alltag einen positiven Einfluss auf das Klima zu nehmen”, sagte Plattformgründer Tim Macdonald.

Die Abschaltung der Google-Suche sei nicht angekündigt sowie “überraschend und ein Schock” gewesen, heißt es in einer Ecocho-Stellungnahme. “Es ist sehr enttäuschend, wenn man bedenkt, dass wir drauf und dran waren, in unserem ersten Monat eine Million Webseiten-Besuche zu verzeichnen und über 1000 Bäume zu pflanzen”, so Macdonald. Ob es sich bei der Abschaltung der Google-Suche um einen endgültigen Schritt handelt, bleibt derzeit noch unklar. Der zweite Ecocho-Suchtechnikpartner, Yahoo, stellt seine Dienste dem Projekt offenbar weiterhin zur Verfügung.