Mobiltelefone müssen vertrauenswürdiger werden

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Darmstädter Fraunhofer-Forscher punkteten bei der internationalen Mobilfunk-Konferenz WCNC in Las Vegas mit ihrem Konferenzbeitrag über die Sicherheit von Smartphones. Die Sicherheit der Geräte hängt oft hinter dem technischen Fortschritt hinterher.

Die Mobilfunkbranche scheint sich aber dessen bewusst zu werden, dass bei der Sicherheit nachgebessert werden muss. So haben die Forscher Andreas Schmidt, Nicolai Kuntze und Michael Kasper vom Darmstädter Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) jetzt für ihr Grundsatzreferat ‘On the deployment of mobile trusted modules’ auf der WCNC-Konferenz (Wireless Communications and Networking Conference) in Las Vegas den Preis für einen der besten Konferenzbeiträge erhalten.

Nach Meinung der Fachleute vom Fraunhofer SIT hinkt die Sicherheit bei Smartphones dem technischen Fortschritt hinterher. Dahinter steckt die Tatsache, dass sich bei der Konzeption der heutigen Mobilfunknetze vor rund 25 Jahren niemand vorstellen konnte, dass ein Mobiltelefon zu etwas anderem als zum Telefonieren benutzt werden würde. Das erste Seriengerät, mit dem sich SMS verschicken ließ, kam vor gerade einmal 13 Jahren auf den Markt. Auch das neuere UMTS ist nach Meinung der Fachleute nicht ausreichend sicher.

“In unserer Veröffentlichung zeigen wir, wie eine Referenzarchitektur für mobile Endgeräte nach den Spezifikationen der Trusted Computing Group (TCG) und der Mobile Phone Working Group (MPWG) umgesetzt werden kann, wie das praktische Design und die Implementierung dieses Konzepts aussehen und wie es auf einem geeigneten Betriebssystem angewendet werden kann”, fasst Kuntze zusammen.