Microsoft belauert Yahoo

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Langsam wird es eng für Yahoo. Der Suchspezialist pokert im Kampf gegen Microsoft hoch – vielleicht zu hoch. Inzwischen tendiert Microsoft offenbar immer stärker in Richtung feindliche Übernahme.

Dies sei aus der Konzernzentrale in Redmond durchgesickert, berichtet das Wall Street Journal und beruft sich dabei auf Insider. Diese mahnen allerdings auch vor vorschnellen Schlüssen. Der Fall sei durch die anhaltenden Diskussionen ständig in Bewegung. Angeblich soll es von Microsoft noch im Laufe dieses Tages eine Stellungnahme zum weiteren Vorgehen geben.

Derweil bleibt viel Raum für Spekulation. Das letzte offizielle Statement von Microsoft-Chef Steve Ballmer stammt vom Donnerstag, konnte die Neugierde der Beobachter aber auch nicht befriedigen. Weder wollte er einen Hinweis darauf geben, in welche Richtung die Entscheidung von Microsoft geht, noch darauf, wann diese publik gemacht wird. “Wenn die Umstände stimmen, wird es passieren. Ohne die richtigen Umstände nicht.” Bei Yahoo wollte man zu diesen Äußerungen keine Stellung nehmen.

Gleichzeitig versuchte Ballmer den Druck auf Yahoo durch eine Drohung zu erhöhen: Microsoft könne auch ohne Yahoo ein wettbewerbsfähiges Geschäft mit Online-Werbung aufbauen. Vor Microsoft-Beschäftigten hatte er zuvor bekräftigt, für Yahoo keinen Cent mehr zu bezahlen, als das Unternehmen seiner Ansicht nach wert sei. Auch mit dieser Aussage hat er sich freilich alle Optionen offen gehalten – schließlich ist das Geld der Knackpunkt bei dem potentiellen Mega-Merger.