Microsofts Zune erleichtert Filesharing

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Microsoft wertet seinen Online-Dienst Zune Marketplace auf und bietet nun auch Online-Videos und legalen Austausch von Dateien. Ein gutgemeinter Versuch im Kampf gegen Apple – der den iPod-König jedoch kaum kratzen wird.

Nach Angaben von Microsoft werden zum Start rund 800 Episoden von TV-Serien angeboten – zum Preis von jeweils 1,99 Dollar. Zum Vergleich: In Apples iTunes-Store gibt es derzeit Tausende Episoden aus 600 verschiedenen Shows. Bislang war Microsofts Angebot nur auf Musik-Videos beschränkt.

Neu ist jetzt auch eine Sharing-Funktion, mit der Zune-Nutzer Musik-Dateien austauschen können. Das Feature ermöglicht den Zugriff auf die neun zuletzt abgespielten Titel eines Freundes sowie auf neun Favoriten – diese Dateien können auch auf das eigene Gerät geladen werden.

All diese Bemühungen ändern aber nichts daran, dass Microsoft bei den Verkaufszahlen seines Zune-Players noch weit hinter Apple herhinkt. Während Apple allein im ersten Quartal 2008 rund 10,6 Millionen iPods weltweit absetzen konnte, brachte Microsoft seit dem Verkaufsstart des Zune-Players im November 2006 gerade einmal zwei Millionen Musik-Player unter die Leute.

Und daran wird sich auch durch die neuen Features nicht viel ändern, sagte James McQuivey, Analyst bei Forrester Research gegenüber dem Wall Street Journal. “Es ist inzwischen frustrierend in der Position zu sein, in der sich Zune befindet – sie habe eine sehr ansehnliche Technologie. Aber dieser Markt wird nicht länger über die Qualität einer Technologie definiert. Er wird über den iPod definiert.” Der Zune-Store und die dazugehörigen Player sind derzeit nur in den USA auf dem Markt.