Macht eHealth wirklich gesünder?

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Was malen Kinder, wenn sie den Arztkoffer vom Onkel Doktor malen? Ein Stethoskop, Verbandszeug, einen Gummihammer und eine Spritze müssen mindestens drin sein. Was in der Vorstellungswelt der Kleinen noch keinen Platz hat, sind elektronische Geräte.

Obwohl in diesen Breiten in Krankenhäusern und der Mehrzahl aller Arztpraxen ohne Medizintechnik und Computer nichts mehr geht. Und das ist schon länger so. Ist die Frage: Kann man hier bereits von e-Health sprechen? Kommt drauf an. Denn genau wie Web 2.0 oder Business Intelligence könnte die Bedeutung des Begriffs kaum schwammiger sein. Doch eines ist sicher, hier tat und tut sich eine ganze Menge. Aber werden deswegen auch die Patienten schneller gesund?

Inzwischen sind auch IT-Anbieter wie Adobe, IBM, Intel, Microsoft, Sun, Fujitsu Siemens Computers oder APC auf den Gesundheits-Zug aufgesprungen. Immer weiter treiben sie Anwendungen und Lösungen voran, die über die klassische Medizintechnik, wo sich bislang Hersteller wie B.Braun, Siemens oder GE Healthcare tummeln, hinausreichen.

Ein Beispiel für dieses Engagement ist die Kooperation zwischen Microsoft, Intel und der Klinik-Gruppe Asklepios, die 2005 startete. Neben dem Ziel, die Patientenbetreuung zu verbessern, steht für die Betreiber aus dem Gesundheitswesen vor allem die Kostenersparnis im Vordergrund. Laut einer Gartner-Studie könne die Standardisierung in der IT im Gesundheitswesen die Kosten um bis zu 37 Prozent pro Arbeitsplatz senken. Nun ist wohl auch schon der zentrale Begriff gefallen. “Standardisierung”. Wenn Intel, Microsoft, HP und andere in diesem Bereits ‘Standards’ vorantreiben, heißen diese Standards ‘Office’, ‘Microsoft Systems Management Server’, ‘Quad-Core-Xeon’ oder ‘vPro’.

In die selbe Kerbe wie die Gartner-Studie schlägt eine Untersuchung die Intel zusammen mit dem F.A.Z.-Institut durchgeführt hat, allerding stuft dies dieses Studie das Einspar-Potential als eher moderat ein, den Verantwortlichen scheint eher an mobilem Zugriff auf Patientendaten und zum Beispiel-RFID-basierte Logistik-Lösungen gelegen.

Im Rahmen der strategischen Partnerschaft mit Asklepios sollen Auf Basis von Microsofts .Net sowie Intels Xeon- und Itanium-Technologien für die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte neue Technologien und Angebote entwickelt werden. Im Klinikum Barmbek hat die Die Asklepios-Gruppe mit Hilfe von Microsoft und Intel sowie anderen Herstellern ein so genanntes Asklepios Future Hospital (AFH) ins Leben gerufen. Eine Technolgoie, auf die man bei diesem Pilotversuch immer wieder stößt, ist die Microsoft-Lösung eHealth Interoperability Platform (eH.I.P.).

Und so könnte das Krankenhaus der Zukunft dann aussehen: Patienten in der Notaufnahme müssen bei der Anmeldung auf einer Skala von 1 bis 10 ihren Schmerzgrad angeben, entsprechend bevorzugt werden dann Patienten von den Ärzten behandelt, ein Beispiel. Schätzungen gehen davon aus, dass im Klink-Alltag von vier Ärzten einer mit der Suche nach Röntgenaufnahmen, Behandlungszimmern oder Informationen beschäftigt ist. Auch hier können Automatisierungen das Personal entlasten. Im AFH erscheint auf dem Bildschirm des Arztes zum Beispiel ein Hinweis, dass das angeforderte Röntgenbild nun verfügbar ist.

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