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Das Justizministerium in Österreich muss sich jetzt für einen umfangreichen Datenverlust verantworten. Mehr als 8500 Daten über Häftlinge hatte die Behörde verloren. Doch wurden die Betroffenen nie über den Datenverlust informiert.

Das österreichische Magazin profil berichtet, dass ein bereits verurteilter Beamter 2005 die Daten von über 8500 Häftlingen entwendet hatte. Angeblich soll der Beamte die Informationen aus der Justizvollzugsanstalt im steirischen Karlau entwendet und sie anschließend an Inhaftierte verkauft haben.

Inzwischen habe einer der Käufer der Daten, die Informationen in Form eines USB-Speichers an das Justizministerium und an die Redaktion des Magazins übergeben. Bei den Informationen handelt es sich um Name, Lichtbild, Geburtsdatum, kulturelle Zugehörigkeit, Verurteilungen sowie weitere sensible Informationen.

Das Justizministerium erklärte, es bestünde keine Verpflichtung seitens der Behörde, die Betroffenen oder die Öffentlichkeit von dem Verlust der Daten zu informieren. profil hingegen wettert, dass der Vorfall vertuscht werden sollte.

Dennoch wolle das Justizministerium nun die Betroffenen Personen über den Verlust der Daten informieren, zumal sich noch immer Kopien der Daten im Umlauf befinden sollen. Experten halten nun Schadensersatzansprüche in Höhe von rund 1000 Euro für jeden Betroffenen für vorstellbar.

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