Sapphire 2008: SAP gibt sich gelassen

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Auf der derzeit stattfindenden Kundenkonferenz Sapphire in Berlin tagen die Chefs und Manager von SAP. Dabei blickt der Softwarehersteller mit Gelassenheit und Zuversicht in die Zukunft. Denn weder in Europa noch in Asien sei mit einer schwächeren Nachfrage zu rechnen.

Schlangenförmig zieht sich die Menschenmasse vor dem Eingang der Messehalle Süd in Berlin. Sie warten alle, um endlich die heiligen Hallen der diesjährigen Sapphire betreten zu dürfen. Zu Messebeginn am 19. Mai war der Andrang sehr groß. Jedoch verteilten sich die Massen, nachdem sie den Eingang passiert hatten, gut in den vielen Messehallen.

Die Highlights der Kunden-Konferenz waren die zwei Keynotes der SAP-Chefetage: Henning Kagermann und Léo Apotheker. Der langjährige Vertriebsvorstand Apotheker wurde Anfang April zum Co-CEO von SAP ernannt. Gemeinsam mit Kagermann bildet er derzeit die Unternehmensspitze. Kagermann will nächstes Jahr das Unternehmen verlassen und hat sich so seinen Nachfolger erkoren.

Europas größter Softwarehersteller hatte allerdings nicht viel Neues zu sagen. Kagermann sieht der Zukunft sehr optimistisch entgegen. Man sei zwar nicht zu optimistisch für das laufende Jahr, aber die Europa- und Asien-Geschäfte laufen allesamt sehr gut. Nur in den USA bleibe die Herausforderung, wegen der anhaltenden Finanzkrise, größer.

Dass die Geschäfte gut laufen, merkt man auch daran, dass SAP wieder einige Vertragsabschlüsse an Land ziehen konnte. Apotheker verriet auf der Sapphire-Pressekonferenz, dass zukünftig die Beziehungen zum Autobauer Daimler-Benz ausgebaut werden. Im unterzeichneten fünfjährigen Global Enterprise Agreement wird die Zahl der SAP-Anwender von derzeit 65.000 auf 100.000 ansteigen, erläuterte Apotheker.