Opfer von Ebay-Betrügern organisieren sich

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Aufgrund der Zunahme krimineller Machenschaften auf Auktionsportalen wie Ebay sagen immer mehr Betroffene den Internet-Gaunern den Kampf an.

Auf Plattformen wie Fraudtracking.com, aber auch in Online-Foren und –Gruppen, sammeln Geschädigte Informationen über Auktionsbetrüger und bieten sich Unterstützung an. Laut Schätzungen von Fraudtracking.com verlieren allein britische Kunden aufgrund betrügerischer Transaktionen auf den diversen Auktionsportalen täglich rund 628.000 Euro. Gleichzeitig gab es im vergangenen Jahr in Großbritannien nur 70 Verurteilungen im Fall von Online-Auktionsbetrug, berichtete Times Online.

Weil sich die Betrugsopfer häufig von der Polizei und auch von Plattform-Betreibern wie Ebay im Stich gelassen fühlen, versuchen sie, die Täter selbst auszuforschen und aufzulisten. So zählt die britische Ebay-Gruppe Ebay Fraud Watch mittlerweile rund 1800 Mitglieder. Die Mitglieder tauschen Listen von Nutzernamen, E-Mail-Adressen und Bankdetails aus, die Online-Betrüger benutzten.

Viele Opfer berichten von Betrugsfällen bei Scheck- oder Banküberweisungen. Ebay empfiehlt die Nutzung seines eigenen Bezahlsystems PayPal, weil Transaktionen darüber zumindest um einiges sicherer sind. “Die meisten Betrugsfälle geschehen, wenn Käufer der Versuchung erliegen, außerhalb Ebays eine Transaktion abzuschließen oder mit unsicheren Bezahlmethoden wie beispielsweise Western Union bezahlen”, sagte dazu eine Ebay-Sprecherin. Generell sei aber nur ein minimaler Prozentsatz neuer Angebote betrügerisch. “Von möglichen betrügerischen Angeboten wird die überwiegende Mehrheit nie für Käufer sichtbar, da sie im Vorfeld von Ebay entfernt werden.”

Ebay investiert nach eigenen Angaben viel in den Bereich Sicherheit. “Ein Team von 2000 Experten kümmert sich weltweit rund um die Uhr um Sicherheit und bewacht mit modernster Software die Ebay-Seiten”, so die Sprecherin.

Dennoch ist Auktionsbetrug nach wie vor relativ einfach. Clevere Betrüger sammeln meist positive Bewertungen, indem sie gefälschte Identitäten kreieren, um sich selbst gutes Feedback zu geben oder missbrauchen dafür reguläre Accounts. Verkauft wird in der Regel teure Ware, die dann per Scheck oder Bankanweisung bezahlt werden soll.