Social-Browser Flock bekommt spezielle Deutschland-Version

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Das kalifornische Browser-Start-up Flock setzt große Hoffnungen auf den deutschen Markt. “Deutschland ist für uns ganz besonders wichtig, da das unser größter Markt außerhalb englischsprachiger Länder ist”, sagte Flock-Vorstandschef Shawn Hardin gegenüber der Financial Times Deutschland.

Um noch mehr deutsche Anwender zu gewinnen, wird in den nächsten Tagen eine auf den deutschen Markt zugeschnittene Version des Flock-Browsers eingeführt. Es wird die erste lokalisierte Variante sein für einen Markt außerhalb der Vereinigten Staaten. Zwar gibt es das Programm bereits auf Deutsch und in vielen anderen Sprachen, es wurden allerdings lediglich die Menüs übersetzt.

Die neue Version kommt mit RSS-Feeds deutscher Nachrichtenquellen, auch die Suche wurde lokalisiert, damit Nutzer bei den deutschen Versionen von Firmen wie Yahoo oder Amazon landen. Flock hat zuletzt rund 15 Millionen Dollar in einer Finanzierungsrunde bekommen, die von der Bostoner Investmentfirma Fidelity Ventures geleitet wurde. Risikokapitalgeber – darunter auch Netscape-Gründer Marc Andreessen – haben somit insgesamt fast 30 Millionen Dollar in das Unternehmen investiert.

Flock ging Ende 2007 an den Start und wurde bisher mehrere Millionen Mal heruntergeladen. Hardin sagte keine konkreten Zahlen, plant bis nächstes Jahr aber mit mehreren zehn Millionen Nutzern. Zielgruppe sind in erster Linie Nutzer, die auf verschiedenen Social-Networking-Plattformen unterwegs sind, Fotos und Videos tauschen und mit ihren Kontakten kommunizieren. Angebote wie Facebook oder die E-Mail-Dienste von Google und Yahoo sind direkt in Flock integriert, Nutzer müssen so nicht zwischen den verschiedenen Plattformen hin und her surfen.

Außerdem können mit dem Browser Inhalte bei Yahoos Fotoangebot Flickr, auf Youtube, Twitter oder Blogs veröffentlicht werden. Das Angebot umfasst derzeit 22 Dienste und wird laufend ausgebaut. Microsofts Marktmacht bringt Hardin nicht ins Schwitzen: “Die Verhältnisse sind heute anders als in den 90er-Jahren – es gibt keinen Browserkrieg mehr, sondern immer mehr Angebote können die verschiedenen Nutzersegmente bedienen.”