Huawei Software gegründet

Management

Die chinesische Huawei folgt den Rivalen Nokia Siemens Networks, Ericsson und Alcatel-Lucent und hat eine eigene Softwareabteilung gegründet. Diese soll den boomenden Markt für TK-Software aufbrechen. Hier wollen sie die Bedürfnisse der Kunden nach hochmodernen Next Generation Networks besser erfüllen.

Mit Huawei Software Technologies hat der TK-Ausrüster Huawei ein Unternehmen ausgegliedert, das sich allein mit Software für die neuen Netzwerke beschäftigen soll.

Damit zeigen sich die Chinesen als Teil der Weltspitze. Immerhin hat die Konkurrenz aus Europa und den USA vor kurzem ganz ähnliche Schritte angekündigt und Sonderabteilungen gegründet, um den boomenden Markt stärker zu beackern. Während die Anbieter für Netzwerk-Hardware mit sinkenden Margen kämpfen, haben die noch relativ neuen Schlagworte OSS (Operations Support Systems), BSS (Business Support Systems )und SDP (Service Delivery Platforms) einen guten Klang bei den Kunden.

Sie bezeichnen Software, die für Betrieb, Wartung und Wertmaximierung beim Betrieb von Netzwerken vonnöten ist. Im Jahr 2007 lag das Marktvolumen für TK-Software nach Ansicht der Analysten von OSS Observer bei 17,1 Milliarden Dollar weltweit; bis zum Jahr 2011 sollen es 25 Milliarden Dollar sein, zitierte das Fachmagazin Lightreading aus einem Report.

Die unabhängige Abteilung von Huawei heißt Huawei Software. Sie wird, nach Angaben der chinesischen News-Plattform China Tech News, geleitet von Che Haiping. Nach grundlegenden Gehversuchen im nationalen Markt soll das Unternehmen bald international zu den Großen gehören. Unter dem Dach von Huawei hatte die Softwareabteilung demnach bereits ein Drittel ihrer Umsätze im Ausland gemacht.