Telekom zahlte noch im Mai an die Spitzel

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Noch kurz vor der Hauptversammlung der Deutschen Telekom 2008 ist Berichten zufolge noch eine Rechnung für die Werksspionage überwiesen worden. Ricke und Zumwinkel sollen sich regelmäßig über den Stand der Ermittlungen informiert haben.

Das Handelsblatt berichtet in der aktuellen Montagsausgabe von einem Mitarbeiter der Konzernsicherheit, der wissen will, dass der Ex-Chef der Telekom, Kai-Uwe Ricke, wie auch der der ehemalige Chef des Aufsichtsrates Klaus Zumwinkel sich über den Stand der internen Ermittlungen informiert haben sollen.

Dabei seien Zumwinkel und Ricke auch darüber den Abgleich der Telefonverbindungen informiert worden. So hätte ein Aufsichtsrat mit einem Journalisten telefoniert, erklärte die Quelle des Handelsblatts.

Außerdem seien am 14. Mai 2008 noch Gelder von der Telekom an den Recherchedienst Network Deutschland geflossen. 174.000 Euro habe der Bonner Konzern angeblich bezahlt. Allerdings erst als der Deutschland-Chef des Überwachungsunternehmens gedroht hatte, mit seinem Wissen an die Öffentlichkeit zu gehen, sollten eine ausstehende Rechnung von insgesamt 650.000 Euro nicht beglichen werden.

Ricke bestreitet nicht, die Suche nach der undichten Stelle im Aufsichtsrat in Auftrag gegeben zu haben, erklärte jedoch, von den illegalen Machenschaften nichts gewusst zu haben.

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