Sharehoster locken die Dunkelmänner des Web

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Es gibt immer mehr Sharehoster im Netz. Was die Kunden oft nicht wissen ist, dass raubkpopierte Inhalte manchmal auch zum Sortiment gehören. Denn Raubkopierer nutzen die Möglichkeit, urheberrechtlich geschützte Dateien schnell und einfach illegal im Internet zu verbreiten. Darauf machte jetzt das Dienstleistungsunternehmen P4M aufmerksam.

Um die Raubkopien aufzuspüren und löschen zu lassen, hat die Firma P4M – die InternetAgenten den so genannten ‘Sharehoster Abuse Service’ entwickelt. Die im Jahr 2000 von Wolfgang Greipl und Hubert Neuner gegründete Agentur ist spezialisiert auf die Überwachung, Erhebung und Analyse von Internet-Inhalten. Die Agentur spürt im Auftrag ihrer Kunden Produktpiraterie, Marken-, Urheber- Persönlichkeits- und Wettbewerbsrechtsverletzungen auf.

Wie die Internet Studie 2007 der Firma ipoque ergab, sind Sharehoster, auch Filehoster oder One-Click-Hoster genannt, bereits für vier Prozent des Internetverkehrs in Deutschland verantwortlich. Der Direct Download Links-Service (DDL) – so wird allgemein der Dienst bezeichnet, den Sharehoster anbieten – ermöglicht Privatpersonen und Unternehmen, große Dateien hochzuladen und auszutauschen, die für den Versand per E-Mail nicht geeignet sind. Neben der legalen Nutzung dieser Dienstleistung werden Sharehoster jedoch vielfach auch für die Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Dateien genutzt, hieß es jetzt von P4M.

So werden dort beispielsweise aktuelle Kinofilme hochgeladen und gespeichert. Der Speicherort dieser Dateien wird anschließend in Foren und speziellen Portalen, etwa innerhalb von User-Beiträgen zu dem jeweiligen Film, veröffentlicht, so dass andere Nutzer die Raubkopien problemlos downloaden können. Aktuell gibt es demnach sogar schon die erste Klage: die Verwertungsgesellschaft GEMA vor dem Landesgericht Düsseldorf gegen Rapidshare, den momentan populärsten Sharehoster. Dieser soll angeblich einen hohen Anteil urheberrechtlich geschützter Inhalte anbieten.

Genau dabei, beim Aufspüren der Inhalte, kann der Sharehoster Abuse Service aktiv werden. “Viele Uploader glauben, dass ihre Dateien mit verschlüsselten Links und Mirror-Seiten geschützt sind. Wir haben jedoch eine spezielle Software entwickelt, die solche Links automatisiert entschlüsselt und dokumentiert”, sagt Petur Agustsson, technischer Leiter bei P4M. Nun wird der direkte Zugang zu den richtigen Ansprechpartnern von über 20 großen Sharehostern und die P4M-Software eingesetzt. Die Agentur meldet den Filehostern monatlich über 9000 Dateien und kann diese damit löschen lassen. Schätzungsweise werden so monatlich über 100.000 illegale Downloads verhindert, teilte die Agentur mit.