Opera 9.5 attackiert Firefox 3

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Die Betaversion des Browsers ‘Opera 9.5’ ist da. Sie enthält eine integrierte Malware-Abwehr. Damit wollen die Hersteller dem größten Konkurrenten im Markt der Gratis-Browser – dem beliebten Firefox – das Wasser abgraben. Diese Ankündigung aus Oslo eröffnet ein neues Kapitel im Kampf der beiden Browser um die mögliche Nachfolge von Microsoft IE.

Opera setzt dabei auf die Produkte der Firma Haute Secure. Sie sind ebenfalls kostenlos zu erhalten und sollen sehr dynamische Schutzfunktionen erfüllen. Haute Secure arbeitet mit Google, Phishtank und The Spamhouse Project zusammen.

Firefox ist derzeit als Final Release Candidate zu bekommen. Hier wird neben Software von StopBadware hauptsächlich Google-Schutz eingesetzt, um zu verhindern, dass ungeprüfte Sites geladen werden. HauteSecure, eine Ausgründung ehemaliger Microsoft-Angestellter, stellt sich selbst aber als gründlicher und besser dar. Allerdings soll sich in einem Test des Magazins CNET gezeigt haben, dass bei HauteSecure-Einsatz nicht alle aktuellen Phishing-Sites geblockt worden seien, während dies bei dem Firefox-Schutz sofort geschehen sei.

Die Antwort von HauteSecure dazu lautete, dass die von Firefox verwendete hauptsächliche Protection von Google nur deshalb schneller reagieren könne, weil die Firma ihre Entscheidungen autark fälle. Bei Organisationen wie The Spamhouse Project werde eine Site jedoch erst dann als “Bad” eingestuft, wenn dies technisch verifiziert sei. Indirekt unterstellten die HauteSecure-Vertreter damit Google wohl eine gewisse Willkür. HauteSecure sei aber auch deshalb vorzuziehen, hieß es weiter, weil die aktive Community des Projekts das Produkt ständig verbessere. StopBadware verfügt hingegen über eine offene Diskussionsseite.

Opera 9.5 dürfte mit der integrierten Funktion immerhin technisch mit der Firefox-Version gleichgezogen sein. Ob das allerdings reicht, um den Kampf um Rang zwei auf dem Browsermarkt zu gewinnen, wird sich zeigen. Die Opera-Hersteller in Oslo gaben sich aber zuversichtlich. Denn es ist “erklärtes Hauptziel von Opera, die globale Führung im Markt für PC/Desktops und eingebettete Produkte zu erreichen. Außerdem ist es Operas Hauptgeschäftsstrategie, einen Browser zu entwickeln, der auf allen Geräten, Plattformen und Betriebssystemen funktioniert, und dabei eine schnellere, beständigere und flexiblere Internet-Erfahrung liefert, als die der Mitbewerber.”