Wine 1.0 macht Windows auf Linux möglich

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Wine 1.0 ist da. Die Software erlaubt es, echtes Windows auf Linux aufsetzen zu lassen. Die Software wirbt jetzt um mehr Mitglieder ihrer Community, um der Software zum Durchbruch zu verhelfen – und um letzte Fehler zu finden.

Das Entwicklungsteam des Software-Pakets ‘Wine‘ (Wine is not an emulator), bringt damit das erste Produkt heraus. Das kleine Open-Source-System, erlaubt es zahlreiche für Windows geschriebene Programme auch auf Linux-Systemen laufen zu lassen. Dazu gehören Red Hat, Novell/SuSe, Fedora, Mandriva, Slackware, Ubuntu, Debian, FreeBSD, PC-BSD, Solrais und selbstverständlich muss Wine auch Windows unterstützen. Das Release beinhaltet 15 Jahre harter Arbeit der freigestellten Entwickler, die teilweise bei der Firma Codeweavers zu finden sind.

Der Source-Code für Wine 1.0 ist bereits verfügbar, die Binaries für die verschiedenen Linux-Distributionen werden derzeit noch erstellt. Unter anderem laufen die Bildbearbeitung Adobe Photoshop CS2 und der Ego-Shooter ‘Half-Life 2’ laut Angaben der Entwickler ohne weitere Modifikationen auf Wine 1.0.

Wie die meisten großen Entwicklungen der Linux-Branche ist auch diese kleine, schicke Software nicht im Wald gewachsen, sondern hat große Wurzeln. Im Jahr 1993 begann innerhalb von Sun Microsystems eine lebhafte Diskussion, inwieweit eine bereits bekannte Emulationslösung auch auf die Linuxwelt anzuwenden wäre. ‘Wabi’, eine Lösung der frisch übernommenen Praxsys Technologies, erlaubte Nutzern von Solaris x86 und Solaris 2.2 für SPARQ die Nutzung von Windows. Entwickler spannen die Methoden dazu weiter und entwickelten Wine.