EM in der Schweiz setzt auf Biometrie

EnterpriseManagementSicherheit

Für die Fußball-Europameisterschaft (EM) setzt die Schweiz auf Biometrie, genauer gesagt auf mobile Fingerabdruck-Scanner, die vernetzt und verknüpft werden und anschließend zentral auswertet werden können. Österreich als zweiter Austragungsort vertraut auf herkömmliche Sicherheitskonzepte.

In der Schweiz haben die Kantonspolizeibehörden rund um die EM den mobilen Abgleich von Fingerabdrücken aufgenommen. Nicht so in Österreich: Die Hooligan-Datenbank des Innenministeriums kommt ohne Fingerabdrücke aus und umfasst gerade einmal 92 Personen, berichtete ORF.at. Die Schweizer haben demnach kurz vor der EM damit begonnen, ihr gesamtes Sicherheitskonzept auf nationaler Ebene umzustellen.

Dazu gehört demnach die mobile Erfassung von Fingerabdrücken durch kantonale Polizeibehörden und Zoll. Die Behörden stritten jedoch einen Zusammenhang ab. Es sei nicht extra wegen der EM ein neues Fingerprint-System angeschafft worden, sondern ein bestehendes Fingerabdruck-Identifizierungssystem (AFIS) sei um eine mobile Komponente erweitert worden. Mit diesen Worten wird Daniele Bersier von der Schweizer Bundespolizei bei ORF.at zitiert.

Die mobilen Systeme seien aufgrund der neuen technischen Möglichkeiten eine logische Ergänzung und könnten auch für Personenkontrollen im Zusammenhang mit der EM 2008 verwendet werden. Betrieben wird die Datenbank vom Schweizer Bundesamt für Polizei – in Österreich etwa gleichbedeutend mit Fedpol, in Deutschland mit der neu geschaffenen Bundespolizei, hieß es weiter.