Neue Grenzwerte für schlafende Stromfresser

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Etwa der jährliche Strombedarfs Ungarns ließe sich über strengere Regelungen für die Stand-by-Funktion von Elektrogeräten einsparen. Eine neue Direktive aus Brüssel soll nun den Verbrauch im Schlafmodus strenger reglementieren.

Noch in diesem Jahr, so berichtet die Welt am Sonntag will die EU-Kommission eine neue gesetzliche Regelung für den Stand-by-Betrieb auf den Weg bringen. Im kommenden Monat werden sich zu diesem Thema Experten aus den einzelnen Mitgliedsstaaten, wie etwa das Fraunhofer-Institut IZM, im Rahmen des ‘Ecodesign Consultation Forum’ mit Vertretern der EU treffen, um strengere Grenzwerte festzulegen.

Viele Geräte verbrauchen auch dann noch Strom, wenn sie mit der Fernbedienung und nicht am Netzschalter ausgeschaltet werden. Die Geräte bleiben unter Strom und können dann auch wieder mit der Fernbedienung angestellt werden. Laut dem Bericht strebt die Kommission einen Wert von einem Watt an. Bei einem so genannten Informationsdisplay dürfen es auch zwei Watt sein. Im Verlauf von vier Jahren halbiert sich dann der Richtwert bei Neugeräten.

Offenbar stößt dieser Vorschlag auch bei den Herstellern auf ein positives Echo. Christian Noll vom Bund für Umwelt und Naturschutz erklärte gegenüber der Zeitung, wenn die Regelung in Kraft tritt, sich etwa sieben Kohlekraftwerke einsparen ließen.

“Unser Ziel ist es, mit der Ecodesign Directive den Stand-by-Verbrauch von Haushalts- und Office-Produkten drastisch zu verringern”, kommentierte Energiekommissar Andris Piebalgs. Damit könnte man nicht nur die selbst gesteckten Klimaziele erreichen, sondern auch noch den Geldbeutel der Bürger schonen.

Möglicherweise könnte die neue Regelung auch für Bürger anderer Regionen Auswirkungen haben, da viele Produkte weltweit vertrieben werden.

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