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Open Source Software hält Einzug in immer mehr Unternehmen. Vor allem die fehlenden Lizenzkosten machen sie attraktiv. Das ist jedoch längst nicht alles. So sind inzwischen – vor allem für große Firmen – andere Faktoren bei weitem wichtiger. Ein Interview mit Lutz Seeger, Geschäftsführer bei Optaros.

Tatsächlich ist Open-Source-Software ein Wachstumsmarkt. Die Marktbeobachter von IDC prognostizieren in den nächsten Jahren ein durchschnittliches Wachstum von über 20 Prozent pro Jahr. Die Umsätze mit kommerziell genutzten Open-Source-Technologien haben die Milliarden-Marke längst überschritten. Dieses Wachstum wird sich jedoch extrem unterschiedlich auf die derzeit rund 200.000 Open-Source-Projekte aufteilen. In dem Open-Source-Katalog hat das auf quelloffene Software spezialisierte Beratungshaus Optaros eine Auswahl von 300 verschiedenen Produkten für den Unternehmenseinsatz bewertet.

silicon.de hat sich mit Lutz Seeger, dem deutschen Geschäftsführer bei dem auf Open Source spezialisierten Beratungs- und Integrationshaus Optaros, darüber unterhalten, für wen Open Source derzeit am interessantesten ist, für wen was wo am besten passt, wo derzeit die Schwerpunkte bei quelloffener Software liegen. Dabei wird klar, Open Source hilft nicht nur beim Einsparen von Kosten, sondern eröffnet auch Perspektiven für die Zukunft.

silicon.de: Herr Seeger, sie haben als Berater täglich mit quelloffener Software und Produkten zu tun. Müssen Anwender bei der Qualität Abstriche machen?

Seeger: Das kommt ganz drauf an. Manche Anwendungen sehen bereits richtig gut aus. Die brauchen auch den Vergleich mit einem proprietären Produkt nicht mehr scheuen. Ein Beispiel ist Alfresco, ein quelloffenes Dokumenten- und Enterprise Content Management, das wir derzeit bei einem Chip-Hersteller implementieren. Das ist absolut Enterprise ready. Auch Alfresco WCM und Drupal als WCM-System sind hervorragende Produkte und wurden sogar gerade von Forrester empfohlen. Ein anderes Beispiel ist JBoss Portal Server, der ist durchaus vergleichbar mit kommerziellen Produkten.

SugarCRM nutzen wir zum Beispiel auch selbst. Außerdem machen wir gerade bei einem Telekommunikationsanbieter ein Pilotprojekt mit SugarCRM. Und wenn ein Telekommunikationsunternehmen 100 Leute für so ein Test-Projekt abstellt spricht es nicht nur für die Skalierbarkeit sondern auch für das große Potential dieses Produktes. Ein anderes Beispiel aus dem Bereich CRM ist osCommerce. Ein großer Anbieter wie Otto würde wahrscheinlich nicht auf osCommerce laufen. Aber bei einem Volumen unter 100 Millionen Euro können wir eine solche Lösung durchaus empfehlen. Auch der osCommerce-Fork Magento ist sehr vielversprechend.

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3 Kommentare zu Was können Open-Source-Anwendungen heute?

  • 23.6.2008 um 18:20 von Bjoern

    Magento ein Fork von osCommerce?
    Das ist wohl jemand mächtig falsch informiert!

  • 24.6.2008 um 07:46 von cooee

    mr.
    Hallo,
    ich lese gerade, dass der Interviewpartner von einem “osCommerce-Fork Magento” spricht. Das ist leider völlig falsch und lässt seine Kompetenz in diesem Bereich nicht im besten Licht erscheinen.

  • 24.6.2008 um 10:00 von Lutz Seeger

    Magento kein Fork, aber sein Erbe ist osCommerce
    Richtig, Magento ist kein Fork von osCommerce, aber dei Herkunft ist es und die Wucht der Komemntare etwas übertrieben. In unserm Enterprise Open Source Directory schreiben wir korrekterweise:
    “Magento is in large part a fresh-start to osCommerce. Magento is composed of a team that knows ecommerce very well, and they have created a solid set of ecommerce capability. Magento’s goal is to be less complex than osCommerce…”
    Quelle: http://www.eosdirectory.com/blogs/2008/05/20/magento-10-is-a-promising-open-source-ecommerce-contender/

    Entrschuldigen Sie die unkorrekte Darstellung und Verwendung des Begriffs “Fork”.

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